Editorial

Zur Fusion von Eisenach und Wartburgkreis

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

seit Anfang dieses Jahres hat die Kreisverwaltung des Wartburgkreises ein Kulturmanagement. Im Zuge der TRAFO-Bewerbung des Landkreises im letzten Jahr, hatte sich der Wunsch der beteiligtenKulturorte und -institutionen nach einer direkten Ansprechperson für den Bereich KULTUR in der Kreisverwaltung herauskristallisiert. Auch ohne den Erhalt der TRAFO-Förderung hat der Wartburgkreis Wort gehalten: das gesamte Aufgabenspektrum der Kulturförderung wurde unterdessen im Büro Landrat eingerichtet und mit Aldona Farrugia eine hochqualifizierte Kulturmanagerin eingestellt. Im Büro Landrat wurde unter Federführung der Kulturmanagerin ein ganzes Team KULTURMANAGEMENT gebildet – zusammengeführt aus Mitarbeitern des ehemaligen Amtes für Kultur und Schule sowie des Büros Landrat, die auf ihre jeweiligen Bereiche spezialisiert sind. Damit liegen

  • die Kulturförderrichtlinie,
  • die Betreuung von Landestheater und Thüringen-Philharmonie,
  • die Kreisheimatpflege,
  • die kulturelle und musische Bildung in Musik- und Volkshochschulen,
  • die Pflege der Jugend- und Soziokultur in Zusammenhang mit der Initiative Demokratie leben bzw. Denk bunt
  • und viele andere kulturelle Angelegenheiten

nun direkt im Verantwortungsbereich meines Büros und erfahren so eine größere Sichtbarkeit und höhere Wertschätzung außerhalb und innerhalb der Verwaltung.

Zu den Kernaufgaben der Kulturmanagerin gehört die Erstellung eines Kulturentwicklungs-konzeptes als Entwicklungsstrategie für den gesamten Wartburgkreis. Die Personalstelle und das Konzept werden von der Thüringer Staatskanzlei gefördert. Die Konzeptphase erstreckt sich über einen Zeitraum von 18 Monaten. Die Umsetzungsphase, beginnend ab Juni 2022, wird ebenfalls von der Staatskanzlei gefördert.

Kulturmanagerin reist durch den Kreis

Die ganze Vielfalt der Impulse und Ideen möglichst aller Kulturinstitutionen und Kultur-akteure aus der gesamten Region und aus allen Sparten sollen in die Strategie mit einfließen. Das Kulturentwicklungskonzept wird als Prozess fest etabliert, stetig erweitert und den sich vollziehenden Entwicklungen angepasst, denn wie Frau Farrugia treffend formuliert hat: „Kunst ereignet sich in Freiräumen und nicht unter Vorgaben“.
Die Kulturmanagerin ist in den letzten Monaten von Treffurt bis zum Point Alpha, von Creuzburg bis nach Ruhla, von Bad Liebenstein bis nach Gerstungen, in Bad Salzungen und bereits mehrfach in Wilhelmsthal, in Eisenach und in Dermbach, kurz: in allen Teilen der Region unterwegs gewesen, hat Verantwortliche und kulturell Tätige besucht und allerorten erfahren, wie sehr bislang ein Ansprechpartner in der Kreisverwaltung gefehlt hat und wie wichtig den Akteuren die Vernetzung und die Gemeinsamkeit sind.

Durch direkte Gespräche und persönliche Begegnungen hat sie damit begonnen, sich ein detailliertes Gesamtbild über die kulturellen Initiativen, das Engagement der Einzelnen und Ehrenamtlichen und die Kooperationsbereitschaft der Institutionen zu machen, das sie sukzessive erweitern und ergänzen wird.

Kulturkonferenz am 2. Oktober

Das Tableau der kulturellen Landschaft der Wartburgregion wird zur Kulturkonferenz am 2. Oktober erstmals in seiner ganzen Breite vorgestellt. Bei dieser Gelegenheit soll aus der Fülle gemeinsam ein Leitbild entwickelt werden, das die Kulturentwicklung der nächsten Jahre prägen soll. Die Kultur der Kommunikation und Zusammenarbeit soll ebenfalls ein wesentliches Thema sein.
Die Kulturentwicklung ist ein Prozess, an dessen Anfang unser Landkreis jetzt steht. Mir als Landrat ist an einer Verstetigung dieses Prozesses, an der dauerhaften Einrichtung der Kulturmanagementstelle, an der Festigung des Teams Kulturmanagement und an einer engen Vernetzung der Akteure gelegen, um eine langfristige kulturelle Perspektive für das kulturelle Leben und für die Kulturerbe-Standorte in der Region gemeinsam zu entwerfen.

Ich danke allen, die diesen Prozess nach Kräften mitgestalten und unterstützen!

 

Ihr Landrat Reinhard Krebs

Maßnahmen gefördert durch EFRE

Lokale Partnerschaft für Demokratie