SuedLink

Der SuedLink ist ein geplanter Erdkabel-Trassenkorridor von rund 1000 Meter Breite zur Übertragung von Höchstspannungsgleichstrom aus Windenergie von der Nordseeküste nach Süddeutschland und für den europäischen Strommarkt, der im Rahmen des Netzentwicklungsplans (NEP) der Bundesrepublik Deutschland in nord-südlicher Richtung durch Westthüringen verlegt werden soll. Zunächst war der SuedLink als Überlandleitung westlich von Thüringen konzipiert. Aufgrund erheblicher Bürgerproteste, insbesondere aus Bayern, sollte der SuedLink als Erdkabeltrasse gebaut werden. Im September 2016 wurde Thüringen davon überrascht, dass die vom Vorhabensträger Tennet TSO GmbH geplante Vorzugstrasse als reiner Stromtransfer in nordsüdlicher Richtung nun durch Westthüringen verlaufen soll. Die Wartburgregion ist direkt im Abschnitt C (Bad Gandersheim / Seesen - Gerstungen) und im Abschnitt D (Gerstungen – Bergrheinfeld West) vom SuedLink betroffen.

Der SuedLink würde für jeden weithin sichtbar die bewaldeten Mittelgebirgslagen zerklüften, die gerade in Thüringen sehr spezielle Bodenbeschaffenheit der landwirtschaftlichen Flächen zerstören, zahlreiche unter Naturschutz stehende Landschaften darunter das nationale Naturmonument „Grünes Band“ queren und die weitere Siedlungsentwicklung in Westthüringen massiv behindern.

Landrat Reinhard Krebs lehnt den Trassenbau daher rundheraus ab: „Wir wollen gern die Energiewende befördern, lehnen aber den Trassenbau durch den Wartburgkreis aufgrund der Vielzahl der genannten Probleme grundsätzlich ab. Es ist eine Zumutung, dass wir unseren Landkreis mit dem Biosphärenreservat und vielen anderen Schutzgebieten hergeben sollen für eine Stromleitung, von der wir rein gar nichts haben. Wir werden uns mit allen Mitteln dagegen wehren und ich rufe alle Bürgerinnen und Bürger auf, gemeinsam zu protestieren. “

Maßnahmen gefördert durch EFRE

Lokale Partnerschaft für Demokratie