Museen in Ruhla

Im schönen Bergstädtchen Ruhla wird Tradition gelebt. Zahlreiche engagierte Vereine bewahren altes Brauchtum und Wissen um die Vergangenheit der Alten Rühler.

Ruhlaer Orts- und Tabakpfeifenmuseum

In einem der schönsten und ältesten Fachwerkhäuser der Stadt Ruhla zeugt das Tabakpfeifenmuseum und Museum für Ortsgeschichte in 15 Ausstellungsräumen von der spannenden Handwerksgeschichte der Stadt und der kunstvollen Herstellung von Tabakpfeifen. Mehrere Hundert phantasievoll gestalteter Pfeifen aus Holz-, Ton-, Porzellan- und Meerschaum sind ausgestellt. Zu den wertvollsten Exponaten gehören geschnitzte Meerschaumpfeifen wie das "Cocilium auf dem Olymp" von 1720 sowie wundervoll bemalte Porzellanpfeifen.

Das Museum zeigt darüber hinaus die handwerkliche und industrielle Entwicklung Ruhlas vom frühen Mittelalter bis zur Neuzeit. Schwerpunkte bilden das Waffenschmiedehandwerk mit Handwerkszweigen wie der Köhlerei und dem Zainerhandwerk, das Messerschmiedehandwerk mit einer komplett eingerichteten Schmiede nebst Werkzeugen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Arbeitsplätze, wie der eines Etiumachers, Porzellanmalers, Pfeifenbeschlägemachers oder Messerbeschalers halten die Erinnerung an weitere alte Gewerke lebendig.

In der Ausstellung ist zudem Wissenswertes über die Stadtgeschichte und bedeutende Ruhlaer Persönlichkeiten zu erfahren. In mehreren originalgetreu eingerichteten Stuben können sich Besucher mit den  Wohnbedingungen der Menschen im letzten und vorletzten Jahrhundert vertraut machen.

Adresse:
Obere Lindenstraße 29/31
99842 Ruhla

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 14 Uhr bis 17 Uhr sowie auf Voranmeldung

Kontakt:
Telefon: 036929- 89014

 

Mehr zum Tabakpfeifenmuseum

Uhrenmuseum in Ruhla

In Ruhla wusste man zu allen Zeiten, wie man Uhren kostengünstig und trotzdem zuverlässig baut. Alles begann mit der Taschenuhr „Fearless“, die schon im 19. Jahrhundert in Großserie an den Markt ging. Auch die erste Damenarmbanduhr Deutschlands hieß „Darling“ und kam 1908 aus Ruhla. Ein Verkaufsschlager war die Armbanduhr Kaliber 24 – sie wurde von den 1960er Jahren bis in die 90er Jahre über einhundert Millionen Mal verkauft. Aus Ruhla kommt auch die erste deutsche Uhr, die in den Weltraum flog. Das war 1978, am Handgelenk des DDR-Kosmonauten Sigmund Jähn. In Ruhla entstand eine der ersten Digitaluhren in Deutschland und mit der "elektrischen Uhr" wurde ein Vorgänger der Quarzuhr entwickelt.

Diese und viele andere Uhren-Raritäten sind heute im modern gestalten Ruhlaer Uhrenmuseum zu sehen. Die aktuelle Ausstellung zeigt über 1300 Uhren sowie 35 Maschinen und Automaten. Sie ermöglicht einen aufschlussreichen Einblick in die spannende Geschichte der Uhren und technischen Erfindungen aus der Stadt Ruhla.

Bis zu 10.000 Menschen aus der nahen und weiten Umgebung standen bei der Ruhlaer Uhrenindustrie in Lohn und Brot. In guten Jahren produzierten und versendeten die Ruhlaer täglich bis zu 50.000 Uhren.
Nach dem Ende der DDR wurde als einziger verbliebener Uhrenhersteller in Ruhla die Gardé Uhren und Feinmechanik Ruhla GmbH gegründet. Seit 2019 hat die bayrische Uhrenfirma Pointtec nach jahrzehntelanger Partnerschaft die Uhrenproduktion übernommen.

Dabei gingen auch das Bauhausgebäude und das darin befindliche Museum an das Familienunternehmen über.

Adresse:
Ruhlaer Uhrenmuseum
Uhrenwerke Ruhla GmbH
Bahnhofstraße 27
99842 Ruhla

Öffnungszeiten:
Montag – Dienstag 10 – 16 Uhr
Mittwoch – Freitag 10 – 18 Uhr
Samstag 10-15 Uhr
An Sonn- und Feiertagen geschlossen

Kontakt:
Telefon: 036929796580
service(at)uhrenwerke-ruhla.de
www.uhrenwerke-ruhla.de
 

Hier geht es zur Website des Fördervereins Uhrentradition Ruhla e. V.

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