Der Wartburgkreis hat tolle Gärtner

auf dem Bild von links: Familie Schuchert, Familie Fuß, Familie Leimbach, Familie Fleck. Landrat Reinhard Krebs. Hintere Reihe: Parkverwalter Toni Kepper, Schlossverwalterin Susanne Rakowski

Eine rege Beteiligung verzeichnete der vierte Blumenschmuckwettbewerb des Wartburgkreises. Fast einhundert Gartenfotos aus allen Teilen des Landkreises wurden seit Juni im Büro des Landrates eingereicht. Da war die Auswahl der drei Siegergärten nicht leicht. „Ich hätte am liebsten alle Teilnehmer ausgezeichnet, denn sie investieren alle viel Zeit und Mühe in ihre Gärten, Vorgärten und Blumenkästen“, sagte Landrat Reinhard am Mittwoch, 6. Oktober, als die Gewinner öffentlich im Rahmen eines Pressetermins auf Schloss Altenstein bekannt gegeben wurden.

Ausgezeichnet wurden Gisela Schuchert aus Wenigentaft, die mit ihrem, mit viel Liebe zum Detail gestalteten Vorgarten, ein Stück heile Welt geschaffen hat, in der ihre große Familie gern zusammenkommt. Beworben hatte sich ihre Schwiegertochter, die gemeinsam mit dem Ehemann von Gisela Schuchert auch die Auszeichnung entgegennahm, da die Gärtnerin selbst erkrankt ist.

Begeistert hat die Jury auch der üppige Blumenschmuck von Claudia Fleck aus Geisa, die nicht nur ein großes Staudenbeet, sondern auch unzählige, prachtvoll bepflanzte und gewachsene Blumenkästen an den Holzbalkonen und den Fenstern ihres Hauses pflegt. Direkt an der Landstraße, am Ortsausgang von Brunnhartshausen, hat Rosel Fuß entlang ihres Hauses einen Vorgarten mit vielen bienenfreundlichen Stauden, Rosen und Steingewächsen gestaltet, der Vorüberfahrende freundlich in Brunnhartshausen willkommen heißt.

Erneut wurde auch ein Sonderpreis vergeben. Diesen erhält das Ehepaar Edith und Dieter Leimbach, die nach Beendigung der Straßenbauarbeiten an der B84 in Behringen ringsum die Bushaltestelle an der Hauptstraße eine blühende Oase geschaffen haben. Vorgeschlagen wurden die beiden von Doreen Jähnig, die dort immer mit dem Bus fährt und begeistert von der tollen Bepflanzung ist. Auch der Landrat lobte das Engagement des Renterehepaares: „Ich würde mir noch viel mehr solcher Initiativen in unseren Dörfern und Städten wünschen. Sie machen den Ort liebens- und lebenswerter!“ Er bedankte sich bei den ausgezeichneten Hobbygärtnern ebenso wie bei allen Menschen in der Region, die sich Mühe geben, ihre Vorgärten naturnah und insektenfreundlich zu gestalten und damit gleichzeitig ihre Gemeinden und Städte attraktiver machen.  

Die vier Gewinner erhielten einen Gutschein für einen Gartenmarkt oder Gärtnerei in ihrer Nähe, das Buch „Die Wartburgregion – Entdeckungsreisen“ und ein persönliches Dankeschön der Schlossverwaltung von Schloss Altenstein für ihr großes gärtnerisches Engagement zur Verschönerung der Städte und Dörfer im Landkreis.

„Unsere Städte und Gemeinden sollen wieder mehr aufblühen“, so der Landrat zur Idee des Wettbewerbs. Dem um sich greifenden Phänomen der Schottergärten müsse Einhalt geboten und das Bewusstsein geweckt werden, was für eine ökologische Katastrophe solche mit Steinen zugeschütteten Vorgärten und Höfe darstellen. Denn: Jeder Quadratmeter zählt als Lebensraum für Vögel und Insekten angesichts des Artensterbens. „Zudem macht Blumenschmuck die Orte attraktiver – für Einheimische ebenso wie für Gäste und das kommt dem gesamten Landkreis als lebenswerte Region zugute“, so Krebs weiter.

Die Preisverleihung fand am berühmten Teppichbeet im Schlosspark Altenstein statt. Im Anschluss an die Preisverleihung gab es von Schlossverwalterin Susanne Rakowski und Parkverwalter Toni Kepper noch eine kleine Einführung zu Park und Schloss, bei der die ausgezeichneten Hobbygärtner Wissenswertes zum Landschaftspark erfuhren, dessen Anlage berühmte Gartenkünstler wie Pückler, Petzold und Lenné prägten.

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