Den Wirtschafts- und Berufsschulsstandort in unsicheren Zeiten stärken

Landrat Reinhard Krebs und die Wirtschaftsförderung der Wartburgregion luden kürzlich  zum Gespräch über die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Wartburgregion im Solewerk Hotel Bad Salzungen ein. Neben dem Landrat begrüßte auch die Oberbürgermeisterin Katja Wolf die anwesenden Unternehmer und Unternehmerinnen. Beide waren sich einig, die bevorstehende Fusion des Wartburgkreises mit der Stadt Eisenach wird die Wartburgregion auch als Wirtschaftsstandort nachhaltig stärken. Erstes Thema war die aktuelle wirtschaftliche Situation. Die Partner des Netzwerkes Wirtschaftsförderung Wartburgregion Cornelia Haase-Lerch von der IHK Erfurt, Manuela Glühmann von der HWK Südthüringen und Iris Theer von der Agentur für Arbeit präsentierten den Konjunkturklimaindex der Wartburgregion, die Entwicklungen der Umsätze in den einzelnen Branchen und des Arbeitsmarktes. Im Handwerk gibt es im Vergleich zum Vorjahr keine Änderungen in den Unternehmenszahlen, auch bilden die Handwerksbetriebe in diesem Jahr die gleiche Anzahl von Auszubildenden aus. Das war eine überraschend positive Nachricht. Aber auch im Produzierenden Gewerbe (Industrie), in dem die Umsätze in den letzten Monaten massiv eingebrochen waren, deutet sich eine Trendumkehr an, ein leichter Anstieg – die Talsohle könnte durchschritten worden sein.

Trotz der Krise bleibt die Fachkräftesicherung und -gewinnung ein anhaltend wichtiges Thema, hebt Iris Theer von der Agentur für Arbeit hervor. Darum wird der Berufemarkt der Wartburgregion in diesem Jahr nicht ausfallen, sondern als Digitaler Berufemarkt am 13. und 14. November durchgeführt, informierte die Wirtschaftsförderung des Wartburgkreises.

Die Kritik des Landrates an den vorliegenden Planungen des Landes zum Berufsschulnetz, das zweite große Gesprächsthema, erfuhr eine starke Unterstützung durch die Handwerkskammer Südthüringen und die anwesenden Unternehmen, die auch die IHK Erfurt in die Pflicht nahmen, das Interesse der Unternehmen an einer wohnort- und ausbildungsbetriebsnahen Beschulung zu unterstützen.

Auch der dritte Themenkomplex hatte es in sich. Es wurden der notwendige Strukturwandel des Wirtschaftsstandortes, der Transformationsprozess in der Automobilindustrie sowie Ansätze zur Steigerung der regionalen Innovationsfähigkeit angesprochen.

Die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie, die Stärkung des Berufsschulstandortes und eine aktive Gestaltung des regionalen Strukturwandels sowie der Transformation in der Automobilbranche werden die Politik wie die Wirtschaft in den nächsten Monaten auch oder gerade in der Wartburgregion als Thüringens stärksten Industriestandort intensiv beschäftigen.

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Lokale Partnerschaft für Demokratie