4 Millionen zusätzlich für die Schulen im Wartburgkreis

Der Thüringer Landtag hat im März beschlossen, dass die Landkreise zur Stärkung der investiven Leistungskraft für das Haushaltsjahr 2020 eine allgemeine investive Zuweisung in Höhe von 34,46 Euro pro Einwohner erhalten. Dank dieser Zuweisung stehen dem Wartburgkreis zusätzliche Mittel in Höhe rund 4 Millionen Euro zur Verfügung. Der größte Teil dieses Geldes wird in Schulbaumaßnahmen investiert -verteilt auf die gesamte Fläche des Kreises  – dafür hat der Kreistag des Wartburgkreises in seiner gestrigen Sitzung (26. Mai) den Weg freigemacht.

„In der aktuellen Situation ist das ein wichtiges Zeichen und zugleich ein kleines Konjunkturpaket für unsere Region. Denn es profitieren ja nicht nur die Schulen und ihre Standorte von diesem Geld sondern auch die heimischen Wirtschafts- und Handwerksbetriebe. Ich hoffe, dass wir damit ein bisschen etwas abfedern können und die regionale Wirtschaft aktiv mit neuen Aufträgen unterstützen“, freut sich Landrat Reinhard Krebs über die zusätzlichen Mittel für die Region. Aufgrund gleichzeitiger Vergaberechtserleichterungen, die befristet bis zum 31.12.2020 gelten, können die Baumaßnahmen zudem schneller umgesetzt werden. Der Schulausschuss hat sich reiflich vorab überlegt, wo die Gelder gut eingesetzt werden können und sich dafür entschieden, statt einer großen Maßnahme lieber mehrere zu finanzieren. An acht Schulen finden daher Sanierungsmaßnahmen statt. Sie sollen die Lern- und Pausenatmosphäre ebenso verbessern wie die Sicherheit. Zugleich sind diese Investitionen auch Zeichen für die jeweiligen Standorte – wie beispielsweise Berka Werra – dass der Landkreis seine Schulstandorte erhalten, stärken und – angesichts steigender Schülerzahlen - ausbauen möchte.

„Das ist eine wichtige Botschaft – gerade in Zeit der Krise“, so der Landrat weiter. Zu den Investitionen aus der allgemeinen investiven Zuweisung des Landes kommen zahlreiche bereits laufende Schulbaumaßnahmen hinzu. „Ich hoffe daher, dass unsere Schulkinder spätestens nach den Sommerferien, die Schulen mit den teilweise schon neu gestalteten Anlagen und Räumen uneingeschränkt in Besitz nehmen können“

Dafür wird das Geld aus der allgemeinen investiven Zuweisung des Landes ausgegeben:

245.000 Euro werden für Sanierungsmaßnahmen an Pausenhöfen und Spielplätzen eingesetzt. Dabei soll durch die Errichtung von befestigten Oberflächen und Sauberlaufzonen der Schmutzeintrag in die Schulgebäude reduziert werden. 500.000 Euro sind für Sanierungsmaßnahmen in der Grundschule Berka vor dem Hainich, rund 400.000 Euro für Sanierungsarbeiten und eine Hangsicherung an der Grundschule Dippach sowie 195.000 Euro für den Ausbau des Dachgeschosses der Grundschule Burgseeschule Bad Salzungen wegen gestiegener Schülerzahlen vorgesehen. An der Grundschule Dermbach ist die Sanierung des Schulhofes mit Errichtung eines Kleinsportfeldes notwendig – hierfür werden 250.000 Euro eingesetzt. 155.000 Euro werden an der Grundschule Schweina für Sanierungsmaßnahmen (beispielsweise des Schulhofes und der Eingangstreppe) investiert. Auch am Gymnasium Ruhla wird die Sanierung des Schulhofes finanziert. Insgesamt 350.000 Euro sind für den Standort vorgesehen – davon soll zudem der Anbau einer Fluchttreppe am Haus 1 bezahlt werden.  Für 210.000 Euro soll das Gymnasium Bad Salzungen barrierefrei hergerichtet werden, wofür der Bau eines Aufzuges erforderlich ist. Am Gymnasium Vacha wird nun auch der hintere Schulhof analog dem vorderen saniert, so dass der hohe Schmutzeintrag in die Schule künftig der Vergangenheit angehört – hierfür sind 250.000 Euro vorgesehen.

Über die Investitionen für Schulen hinaus, sollen für 150.000 Euro weitere Parkplätze am Landratsamt Wartburgkreis in Bad Salzungen geplant und erbaut werden sowie für 200.000 Euro eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Landratsamtes errichtet werden. Für 200.000 Euro erwirbt der Wartburgkreis außerdem das Grundstück der Grundschule Tiefenort von der Stadtverwaltung Bad Salzungen.

Die Verwendung der verbleibenden Mittel in Höhe von 782.293,48 € soll in der nächsten Sitzung des Kreistages nach der Beratung in den Fachausschüssen beschlossen werden.

 

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