Touristiker besuchen Sehnsuchtsorte

Seit nunmehr 12 Jahren führt die Touristiker-Tour an Sehnsuchtsorte und Lieblingsplätze im Wartburgkreis. Jedes Jahr lädt Landrat Reinhard Krebs Gastronome, Hoteliers, Mitarbeiter von Touristinformationen, Wegewarte, Museumsmitarbeiter und weitere Vertreter der Tourismusbranche von der Rhön bis zum Hainich ein, die schönsten Orte des Landkreises besser kennenzulernen, um diese gegenseitig noch besser vermarkten zu können. Zudem kommen die Teilnehmer untereinander, mit der Tourismusabteilung der Kreisplanung und mit dem Landrat ins Gespräch.

In diesem Jahr standen Burg und Stadt Creuzburg im Mittelpunkt der Tour. Rund 30 Teilnehmer aus dem gesamten Kreisgebiet waren der Einladung gefolgt und besichtigten die Creuzburg mit ihren Museen und Ausblicken ins herrliche Werratal. Verzaubert wurden die Gäste dort von Minnesänger Thomasius von Lerchensang und Jarimo dem Gaukler, die als Überraschungsgäste auftraten. Im Anschluss erlebten die Teilnehmer eine Stadtführung in Creuzburg, mit Abstechern zur wildromantischen Gottesackerkirche, zur altehrwürdigen Werrabrücke mit Liboriuskapelle und in Pollmeiers Garten. Zum Abschluss der Tour stand ein Besuch des Stiftsgutes Wilhelmsglücksbrunn auf dem Programm.

„Sie sind die Botschafter der Wartburgregion!“, begrüßte Landrat Reinhard Krebs die Touristiker auf der Creuzburg und schwärmte für den Wartburgkreis als einen „der schönsten Landstriche in Deutschland“. Dies hätten in den letzten Wochen auch zahlreiche Gäste von nah und fern für sich erkannt. Unmittelbar nach den ersten Lockerungen in der Corona-Pandemie seien die Buchungsanfragen für den Werratalradweg, für Lutherweg und Hochrhöner, den Nationalpark Hainich oder auch die Stadt Eisenach in die Höhe geschnellt. Nur noch 17 Prozent der Deutschen wollen im kommenden Jahr ihren Urlaub im Ausland verbringen, zitierte der Landrat eine aktuelle Befragung. Daraus ergebe sich für die Region die Aufgabe, noch bessere Infrastrukturen vorzuhalten, die auch steigenden Gästezahlen standhalten könne. Hier denke er beispielsweise an die Drachenschlucht und die mit dem Besucheranstieg verbundenen Müll- und Parkplatzprobleme, aber auch an manche Werraanleger, die mit der Vielzahl an Campern an ihre Grenzen geraten seien.

„Hier steht der Wartburgkreis voll hinter den Touristikanbietern und wird alle finanziellen Möglichkeiten ausschöpfen, damit künftig der Rahmen stimmt, wenn wir Gäste empfangen“, versprach der Landrat und verwies auch auf das Jubiläum im kommenden Jahr, in dem sich Luthers Bibelübersetzung zum 500. Male jährt. „Das ist unser Nationaljubiläum in der Region, das wir bestens vorbereitet feiern wollen.“ Eine Arbeitsgruppe ist dazu schon seit dem letzten Jahr in Zusammenarbeit mit den Tourismusfachleuten aus der Kreisplanung mit der Vorbereitung befasst.

Maßnahmen gefördert durch EFRE

Lokale Partnerschaft für Demokratie