Bauprojekte

Energetische Sanierung Verwaltungsgebäude Andreasstraße 11, Landratsamt Haus II

Zuwendungsempfänger: Stadt Bad Salzungen
Bauherr: Wartburgkreis vertreten durch den Landrat Herrn Dr. Brodführer 
geplante Bauzeit: 04/2026 bis 05/2028
Gesamtkosten: 6.698.401,57 EUR
davon EU-Förderung: 3.502.527,40 EUR

Erläuterungsbericht/Baubeschreibung

Der Gebäudekomplex wurde bislang keiner energetischen Sanierung unterzogen. Daher ist eine umfassende energetische Ertüchtigung der wärmeübertragenden Gebäudehülle vorgesehen. Diese umfasst insbesondere:

  • die Sanierung der Fassade bzw. Außenwände unter Erhalt und Berücksichtigung der historischen Bauelemente (u. a. Gesimse, Gewände, Altane sowie zugehörige Pfeiler- und Gestaltungselemente),
  • den vollständigen Austausch der Fenster und Außentüren,
  • die Dämmung der obersten Geschossdecken bzw. Dachflächen,
  • die Dämmung der Kellerdecke,
  • die Erneuerung der Dacheindeckung sowie
  • die Beseitigung bestehender Baumängel, insbesondere im Bereich des Dachtragwerks.

Die Umsetzung erfolgt unter Beachtung der örtlichen Baugestaltungs-, Sanierungs- und Erhaltungssatzungen sowie der Vorgaben der Stadtplanung und des Denkmalschutzes. 

Im Zuge der Sanierung wird zudem die bestehende Heizungsanlage auf Grundlage der bereits 2018 erneuerten Fernwärmestation entsprechend den Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) modernisiert. Vorgesehen sind insbesondere:

  • die Erneuerung der Regelungstechnik der Fernwärmestation und der hausinternen Verteilung,
  • die Sanierung bzw. Erneuerung des Rohrleitungsnetzes einschließlich Dämmung,
  • der Einbau von Strangregulierventilen sowie die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs,
  • die Einrichtung einer übergeordneten Steuerung zur Regelung der Raumtemperaturen einschließlich Einzelraumregelungen sowie
  • der Austausch veralteter Heizkörper.

Ergänzend ist die Installation von Photovoltaikmodulen auf den Dachflächen vorgesehen, um den Eigenversorgungsanteil mit elektrischer Energie zu erhöhen. Darüber hinaus wird die Innenbeleuchtung auf energieeffiziente LED-Technik mit optimierter Lichtlenkung und teilweiser Präsenzsteuerung umgestellt.

Im Zusammenhang mit der technischen Sanierung erfolgt eine brandschutztechnische Ertüchtigung des Gebäudes. Diese umfasst insbesondere:

  • die Fortschreibung des Brandschutzkonzeptes,
  • die Sanierung von Deckendurchbrüchen und Abschottungen sowie die Herstellung erforderlicher brandschutztechnischer Abtrennungen,
  • die Überprüfung und ggf. Nachrüstung von Rauchabzugsanlagen,
  • die Installation einer Sicherheitsbeleuchtung,
  • den Austausch von Innentüren entsprechend den Anforderungen an Brand- und Rauchschutz,
  • die Kontrolle und ggf. Nachrüstung von Panikverschlüssen, Freilauftürschließern und Feststellanlagen sowie

Begleitend sind im Rahmen der Objektplanung Innenmaßnahmen erforderlich, insbesondere an den Innenseiten der Außenwände sowie in Bereichen brandschutzbedingter Umbauten. Die Umsetzung erfolgt im laufenden Betrieb („Sanierung im bewohnten Bestand“).

Zusätzlich sind Maßnahmen zum sommerlichen Wärmeschutz vorgesehen, beispielsweise durch geeignete Sonnenschutzverglasungen.