Bund engagiert sich mit zweistelligem Millionenbetrag für den Breitbandausbau im Wartburgkre

Mit 10,7 Millionen EUR wird der Breitbandausbau im Wartburgkreis gefördert. Am Mittwoch, 21. Oktober 2020 übergab Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, den Förderbescheid mit dem etwas sperrigen Namen "Wirtschaftlichkeitslücke Weiße Flecken" an den Landrat des Wartburgkreises, Reinhard Krebs.
Mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Christian Hirte und dem CDU-Landtagsabgeordneten Marcus Malsch waren Vertreter des Bund und Landes mit anwesend und auch Udo Schilling, der 1. Kreisbeigeordnete des Landeskreises Wartburgkreis, ließ sich diesen besonderen Moment einer Förderurkundeübergabe im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich nicht entgehen.

Die "Weiße Flecken" der Internetversorgung sind Gebiete mit einer verfügbaren Anschlussgeschwindigkeit von weniger als 30 Mbit/s, die im Wartburgkreis einen Anteil von rund acht Prozent ausmachen. Damit bewegt sich der Landkreis im Thüringer Landesdurchschnitt. Zur Deckung der Wirtschaftlichkeitslücke stellen Bund und Land für den Ausbau der "Weißen Flecke" aktuell einen 90-prozentigen Fördermittelanteil bereit. Dieser zusätzliche Finanzbedarf ist erforderlich in den Regionen, in denen ein privatwirtschaftlich gestützter Ausbau leistungsfähiger Breitbandnetze bislang noch nicht gelungen ist. Den zehnprozentigen Eigenanteil zur Finanzierung der Wirtschaftlichkeitslücke leistet die jeweilige Kommune.

Landrat Krebs war die Freude über den sehnlichst erwartenden Bescheid deutlich anzumerken. Die lange Vorlaufzeit - 2016 begann das Verfahren des geförderten Breitbandausbauprojekts - hatte zu vielen Diskussionen bei den Bürgern geführt, die ein großes Interesse daran hegen, dass es mit dem gigabit-schnellem Netz vorangeht. Insbesondere Gewerbegebiete, Schulen und Krankenhäuser sollen künftig mit 1 Gbit/s per Glasfaser angeschlossen werden.

Den dringenden Ausbaubedarf der klassischen wie auch digitalen Infrastruktur sieht Staatssekretär Bilger nicht nur im Wartburgkreis, sondern im gesamten Freistaat. Insgesamt 286 Millionen EUR hat sein Ministerium bereits an Förderung innerhalb Thüringens bewilligen können, um die Digitalisierung voranzutreiben. Die Bedeutung des Breitbandausbaus sei für alle relevant, ob in großen Städten oder im ländlichen Raum. Das unterstrich auch der Landtagsabgeordnete Marcus Malsch und wies auf die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse hin, die eine flächendeckende Breitband- und Mobilfunkversorgung verlangt.

"Das Ziel der Bundesregierung ist, dass ganz Deutschland bis zum Jahr 2025 mit Gigabit-Geschwindigkeiten surfen kann. Im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD ist festgehalten, dass noch in dieser Legislaturperiode alle Gewerbegebiete, Schulen und Krankenhäuser an das Gigabit-Netz angeschlossen werden. Diese Ziele können wir nur gemeinsam mit der Telekommunikationswirtschaft erreichen", betonen Bilger und Hirte.

"In den vergangenen Jahren wurde seitens des Bundes permanent investiert, damit die digitale Infrastruktur ausgebaut wird. Und das ist auch zwingend notwendig. Langsames Internet, ruckelnde Videos oder zu geringe Bandbreiten sollen der Vergangenheit angehören", äußert der Bundestagsabgeordnete Hirte, der im Wartburgkreis seinen Lebensmittelpunkt innehat. 

Weitere Informationen zum Breitbandförderprogramm des Bundes finden Sie unter www.bmvi.de/breitbandfoerderung.

 

Maßnahmen gefördert durch EFRE

Lokale Partnerschaft für Demokratie