Fragen & Antworten

  • Ich bin positiv getestet - was nun?

    Wer ein positives Testergebnis erhalten hat, bewahrt Ruhe, begibt sich in Selbstisolation, benachrichtigt seine engen Kontaktpersonen bzw. wartet auf die Anordnung der behördlichen Quarantäne. Dies kann unter Umständen einige Tage dauern. 

    Eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 wird durch einen positiven PCR-Test nachgewiesen. Die Corona-Infektion kann sehr unterschiedlich verlaufen. Sie kann ganz ohne Krankheitszeichen (asymptomatisch) bleiben, aber auch zu einer schweren Erkrankung an COVID-19 führen. Häufig treten leichte Symptome auf. Bei einem Großteil der Betroffenen ist ein Krankenhausaufenthalt nicht erforderlich und sie können sich zu Hause auskurieren. Der Arzt oder die Ärztin wird in diesen Fällen, falls erforderlich und abhängig von den Symptomen, beispielsweise fiebersenkende Mittel oder Medikamente gegen Husten empfehlen. 

    Wenn im Verlauf der Erkrankung ausgeprägte Krankheitszeichen auftreten oder wenn die Beschwerden schlimmer werden, sollten Sie telefonisch Ihre Hausarztpraxis kontaktieren. Benötigen Sie außerhalb der üblichen Sprechzeiten medizinische Hilfe, wenden Sie sich am besten an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117. In Notfällen, z. B. bei akuter Atemnot, rufen Sie die 112 an. 

  • Ich bin Kontaktperson eines Infizierten - wie verhalte ich mich?

    Wer als enge Kontaktperson mit einem Infizierten Kontakt hatte,  begibt sich in Selbstisolation. 
    Eine enge Kontaktperson ist, wer näher als 1,5 Meter und ohne Mund-Nasen-Schutz mit einer infizierten Person in Kontakt war. Das ist zum Beispiel ein 10-minütiger Face-to-Face-Kontakt, ein Kuss oder auch eine Umarmung. Oder wenn man sich unabhängig vom Abstand für längere Zeit (mehr als 30 Minuten) im selben Raum wie die infizierte Person befand. Beispiele dafür sind der gemeinsame Aufenthalt in einem Klassenzimmer oder Büroraum ohne adäquate Lüftung. Bei der Fallermittlung durch die Mitarbeiter des Landratsamtes wird für Kontaktpersonen dann noch einmal eine differenzierte Risikobewertung erstellt.

    Auch enge Angehörige sollten sich, soweit möglich, in häusliche Isolation begeben. Treten Symptome auf, ist der Hausarzt telefonisch zu kontaktieren, in der Regel wird dann ein Test vom Hausarzt vorgenommen. Sollte der Hausarzt nicht erreichbar sein ist, die Kassenärztliche Vereinigung unter der 116117 zu kontaktieren. Die Nummer der Rettungsleitstelle des Wartburgkreises ist für akute, möglicherweise sogar lebensbedrohliche Notfälle reserviert - hier dürfen die Leitungen nicht mit allgemeinen Fragen blockiert werden.

  • Quarantäne als Index-Fall (positiv getestet)

    Die Quarantäne als Indexfall (positiv getestet) dauert 14 Tage.

         a) symptomfrei : am 15. Tag endet die Quarantäne  (ein negativer Antigen-Schnelltest  durch meldepflichtige Teststelle durchgeführt am 14. Quarantänetag liegt vor )

         b) Symptome vorhanden : Verlängerung der Quarantäne auf 19 Tage, bei anhaltenden Symptomen weitere Selbstisolierung und Behandlung durch Hausarzt

  • Quarantäne von Kontaktpersonen

    Für Kontaktpersonen gilt im Regelfall eine 10-tägige Quarantäne ab dem letzten Kontakt.

    Kontaktpersonen können ihre Quarantäne verkürzen.  Zum genauen Verfahren (frühestmöglicher Termin zur Testung, Testverfahren und mögliche Abstrichstelle) werden Betroffene durch das Gesundheitsamt im ersten Telefonat, in dem auch die Quarantäne angeordnet wird, informiert.

    Für eine Verkürzung gibt es zwei Varianten: Freitestung frühestens am 5.Tag nach dem letzten Kontakt per PCR-Test oder Freitestung frühestens am 7. Tag nach dem letzten Kontakt per hochwertigen Antigen-Schnelltest, vorzugsweise durch Fremdleistung.

    Personen, bei denen die Freitestung nicht durch das Gesundheitsamt erfolgt ist, müssen die Negativbefunde dem Gesundheitsamt eigenständig einreichen, da Negativbefunde von anderen Abstrichstellen nicht automatisch an das Gesundheitsamt weitergeleitet werden.

    Zu diesem Zweck hat das Landratsamt einen datenschutzkonformen Dokumentenupload  eingerichtet. Eine entsprechende Schritt-für-Schritt-Anleitung wurde dort ebenfalls eingestellt.

    Die endgültige Entlassung aus der Quarantäne erfolgt per Telefonat durch das Gesundheitsamt.

     

     

  • Ich bin in Quarantäne - was muss ich beachten?

    Während Sie die Erkrankung an COVID-19 zu Hause auskurieren, sollten Sie einige Verhaltens- und Hygienetipps beachten, um das Ansteckungsrisiko für andere Haushaltsmitglieder zu reduzieren:

    • Beschränken Sie Kontakte zu Haushaltsangehörigen auf das absolute Minimum.
    • Bleiben Sie, wann immer möglich, allein in einem gut belüfteten Raum.
    • Nutzen Sie gemeinsame Räume wie Küche, Flur oder Bad zeitlich getrennt von anderen Haushaltsangehörigen. Auch Mahlzeiten sollten Sie nicht zusammen einnehmen.
    • Falls ein gemeinsamer Aufenthalt mit Haushaltsangehörigen in einem Raum unvermeidbar ist, halten Sie Abstand von mindestens 1,5 Metern. Zusätzlich sollten Erkrankte sowie Haushaltsangehörige einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen.
    • Alle Räume sollten regelmäßig gelüftet werden.
    • Lassen Sie Lieferungen vor dem Haus- oder Wohnungseingang ablegen.
    • Halten Sie die Husten- und Niesregeln konsequent ein: Verwenden Sie beim Husten und Niesen ein Taschentuch oder halten Sie die Armbeuge vor Mund und Nase. Nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten Händewaschen nicht vergessen!
    • Taschentücher und andere Abfälle Erkrankter sollten in einem mit einem Müllbeutel versehenen Behälter im Krankenzimmer aufbewahrt werden, bis sie mit dem Hausmüll entsorgt werden.
    • Sie und Ihre Haushaltsangehörigen sollten die Hände regelmäßig gründlich mit Wasser und Seife waschen, insbesondere vor der Zubereitung von Speisen, vor dem Essen, nach dem Toilettengang und immer dann, wenn Verschmutzungen sichtbar sind oder wenn Sie körperlichen Kontakt hatten, beispielsweise bei der Betreuung von Kindern. Die Hände sollten anschließend gründlich abgetrocknet werden.
    • Handtücher sollten von Erkrankten und Gesunden nicht gemeinsam genutzt werden. Feuchte Handtücher sollten ausgetauscht werden.
    • Wenn die Hände nicht sichtbar verschmutzt sind, kann alternativ zum Händewaschen ein hautverträgliches Händedesinfektionsmittel auf Alkoholbasis verwendet werden, das mit mindestens „begrenzt viruzid“ gekennzeichnet ist. Achten Sie auf die Sicherheitshinweise der Händedesinfektionsmittel.
    • Häufig berührte Oberflächen (z. B. Nachttische, Bettrahmen und andere Schlafzimmermöbel, Türklinken, Lichtschalter, Smartphones sowie Bad- und Toilettenoberflächen) sollten täglich mit einem haushaltsüblichen Reinigungsmittel und ggf. mit einem Flächendesinfektionsmittel gereinigt werden. Ob und welche Desinfektionsmaßnahmen durchgeführt werden sollten, können Sie mit dem zuständigen Gesundheitsamt oder der betreuenden Ärztin bzw. dem betreuenden Arzt besprechen. Falls Sie Desinfektionsmittel verwenden, achten Sie darauf, dass diese mindestens „begrenzt viruzid“, das heißt gegen behüllte Viren wirksam sind. Auch Desinfektionsmittel mit der Bezeichnung "begrenzt viruzid plus" oder "viruzid" sind geeignet. 
    • Ihre Wäsche sollte in einem separaten Wäschesack gesammelt und bei mindestens 60° C mit einem herkömmlichen Haushalts-Vollwaschmittel gewaschen werden.

    Bitte beachten Sie zudem die Empfehlungen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin und des Gesundheitsamtes.

    Weitere Informationen dazu bietet der Flyer des Robert-Koch-Instituts

  • Ich bin vollständig geimpft - muss ich dennoch in Quarantäne gehen?

    Vollständig gegen COVID-19 geimpfte Personen sind 14 Tage nach der zweiten Impfung nach Kontakt zu einem bestätigten SARS-CoV-2-Fall von Quarantäne-Maßnahmen ausgenommen, ebenso wie Personen, die in der Vergangenheit eine PCR-bestätigte und symptomatische COVID-19-Erkrankung durchgemacht haben („Genesene“) während der letzten 6 Monate und danach mit einer weiteren Impfstoffdosis geimpft sind. Nach bisherigem Kenntnisstand gilt diese Ausnahme von der Quarantäne für die aktuell in Deutschland zugelassenen und von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Impfstoffe. Bis zum 14. Tag nach Kontakt zu dem SARS-CoV-2-Fall sollte ein Selbstmonitoring (Körpertemperatur, Symptome) erfolgen. Entwickelt die Kontaktperson trotz vorausgegangener Impfung Symptome, so muss sie sich in eine Selbstisolierung begeben und eine zeitnahe Testung veranlassen. Für geimpfte Patientinnen und Patienten in medizinischen Einrichtungen sowie für geimpfte Bewohnerinnen und Bewohner von stationären Pflegeeinrichtungen gibt es weitergehende Regelungen. Siehe dazu auch auf der Seite des Robert-Koch-Instituts Organisatorische und personelle Maßnahmen für Einrichtungen des Gesundheitswesens sowie Alten- und Pflegeeinrichtungen während der COVID-19-Pandemie.  

  • Ich möchte einen Selbsttest machen - was muss ich beachten?

    Informationen im Zusammenhang mit der Anwendung von Tests zur Eigenanwendung (Selbsttests) auf das Corona-Virus SARS-CoV-2 (Stand: 26.04.2021)


    Was ist ein Selbsttest?

    Selbsttests haben ihren Namen, weil diese Tests jeder selber, bspw. zuhause, machen kann. Die Selbsttests sind zur Anwendung durch Privatpersonen bestimmt. Dafür muss die Probenentnahme und -auswertung entsprechend einfach sein. Der Test kann zum Beispiel mit einem Abstrich im vorderen Nasenbereich oder mit Speichel erfolgen.
    Welche Selbsttests stehen bereits zur Verfügung?
    Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat die ersten Sonder-zulassungen von Antigen-Tests zur Eigenanwendung durch Laien zum Nachweis von SARS-CoV-2 erteilt. Die zugelassenen Tests sind auf der Seite des BfArM einsehbar. Die Liste wird kontinuierlich aktualisiert. Zukünftig wird es auch Selbsttests mit CE-Kennzeichnung geben. Mit dieser versichern Hersteller die Einhaltung europäischer Schutz- und Qualitätsstandards. Eine vierstellige Nummer hinter dem CE-Zeichen gibt außerdem einen Hinweis darauf, dass das Produkt von einer Prüfstelle zertifiziert wurde und damit die oben genannten Anforderungen auch erfüllt. Um falsche Ergebnisse zu vermeiden und eine reibungslose Eigenanwendung zu gewährleisten, sind unbedingt nur diese zertifizierten Selbsttests zu verwenden.

    Welche Arten von Selbsttests gibt es derzeit?

    Bei fast allen bereits zugelassenen Tests werden die Proben durch einen Abstrich im vorderen Nasenbereich entnommen. Ein erster Spucktest hat am 10.03.2021 vom BfArM eine Sonderzulassung erhalten. Der Test ist für die Anwendung durch Kinder ab 11 Jahren zugelassen. In der Entwicklung sind auch Gurgel- und Lutschtests.

    Wo kann man Selbsttests kaufen?

    Da es für die Selbsttests keine Pflicht zum Verkauf in Apotheken gibt, wird es die Tests zukünftig überall zu kaufen geben. Erste Discounter haben bereits mit bereits mit dem Verkauf begonnen. Beim Kauf sollte man die CE-Kennzeichnung mit der vierstelligen Nummer bzw. bei den Sonderzulassungen auf die Sonderzulassungsnummer des BfArM achten. Nur dann kann man sichergehen, dass es sich um keine Fälschungen handelt, die im schlimmsten Falle falsche Ergebnisse liefern.

    Was ist bei der Anwendung von Selbsttest zu beachten?

    Selbsttestungen sind jeweils mit größtmöglicher Sorgfalt unter Beachtung der medizinischen Anwendungshinweise und besonderer Umsicht durchzuführen. Vor Durchführung der Selbsttests ist unbedingt die Gebrauchsanweisung des Herstellers gründlich zu lesen. Danach ist den Test in der richtigen Reihenfolge durchzuführen. Achten Sie auch auf die Einhaltung
    der Hygiene und beachten Sie die beschriebenen Voraussetzungen (zum Beispiel keine Nahrungsaufnahme, kein Zähneputzen unmittelbar vor der Probenahme bei Spuck- und Gurgeltests) für die Probenahme.

    Wann kann ein negatives Testergebnis als Nachweis anerkannt werden?

    Ein negatives Testergebnis kann man sich nicht „selbst bescheinigen“. Als Nachweis kann der Selbsttest daher nur Anerkennung finden, wenn die Testung vor Ort unter Beobachtung von Mitarbeitern oder von beauftragten Personen von Geschäften, Einrichtungen, Veranstaltern oder Dienstleistern durchgeführt wird.

    Gibt es eine Meldepflicht bei einem positiven Selbsttest?

    Positive Ergebnisse von Antigen-Schnelltests, die von geschultem Personal durchgeführt werden, sind meldepflichtig. Auch wenn es zurzeit noch keine Meldepflicht für Personen gibt, die einen Selbsttest durchführen, der positiv ausfällt, wird aber dringend empfohlen, das positive Ergebnis bei einem Selbsttest durch einen PCR-Test bestätigen zu lassen und sich solange zu Hause in Absonderung zu begeben, bis das Ergebnis des PCR-Tests vorliegt. Zudem wird bei Symptomen die Kontaktaufnahme zum Hausarzt und zum Gesundheitsamt empfohlen. Die AHA+L-Regeln sind auch bei durchgeführten Selbsttests mit negativen Ergebnis weiterhin zu beachten.

    Was sollte der Arbeitgeber regeln?

    Es wird empfohlen, dass der Arbeitgeber die Beschäftigten vorab zum Verhalten bei einem Selbsttest mit einem positiven Ergebnis zu Verhaltensregelungen unterweist und verlangt, dass in jedem Falle die sofortige Information an den Vorgesetzten sowie eine Selbstisolation (kein Zutritt zum Standort/Betretungsverbot) zu erfolgen haben. Eine Bescheinigung über das Ergebnis eines Selbsttests im Betrieb ist nicht vorgesehen.

    Werden Kosten für Selbsttests erstattet?

    Eine Erstattung der Kosten für Tests zur Eigenanwendung sieht die Coronavirus-Testverordnung aktuell nicht vor. Nach SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung hat der Arbeitgeber seinen Beschäftigten wöchentlich mindestens zwei Tests anzubieten. Der Nachweise über die Beschaffung der Tests sind zu dokumentieren.

    Kann bei geimpften Personen auf den Nachweis durch Tests verzichtet werden?

    Zurzeit kann ein Impfnachweis eine vorgeschriebene Testung noch nicht ersetzen.
    Weitere Informationen zu Tests siehe: www.tmasgff.de/covid-19/faq/tests

  • Ich habe Fragen zum Bevölkerungsschutzgesetz des Bundes

    Am 21. April 2021 hat der Bundestag die sogenannte Bundes-Notbremse beschlossen. Damit werden die bisherigen Thüringer Regelungen durch neue Bundesregeln abgelöst. Sie sehen bundesweit einheitliche Schritte bei Überschreitung bestimmter Inzidenzwerte (100 und 165) vor.

    Unter dem folgenden Link findet man hilfreiche Informationen zu den wichtigsten Fragen zum 4. Bevölkerungsschutzgesetz :

    Zum Bundesgesundheitsministerium

  • Häufig gestellte Fragen
  • Videos zu häufig gestellten Fragen

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