30.09.2016

25-jähriges Jubiläum der Regionalplanung in Thüringen

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Regionalplanung begrüßte Harald Henning, Landrat der Landkreises Sömmerda und Präsident der Regionalen Planungsgemeinschaft Mittelthüringen, am 29. September im Namen aller Präsidenten der Regionalen Planungsgemeinschaften mehr als 150 Gäste zu einer Festveranstaltung für ganz Thüringen im Volkshaus Sömmerda.

Seit 25 Jahren planen, koordinieren und kooperieren die vier Regionalen Planungsgemeinschaften Nord-, Mittel-, Südwest- und Ostthüringen im Rahmen der Regionalplanung. Anfang der 1990er Jahre ging es zunächst darum, die strukturellen Voraussetzungen und planerischen Grundlagen für eine transparente und auf breite Beteiligung ausgerichtete regionale Planung zu schaffen. In der aktuell laufenden Fortschreibung der dritten Generation der Regionalpläne gilt es, die vielfältigen Interessen zu integrieren und alle planungsrechtlichen Vorgaben zu berücksichtigen.

Ziel ist es, die einzigartige Kulturlandschaft und die regionale Identität der Menschen zu erhalten. Gleichzeitig sollen aber auch dauerhafte, lebenswerte Entwicklungsperspektiven aufgezeigt werden.

Landrat Henning resümierte eine erfolgreiche Zeit für die Regionalplanung und –entwicklung in allen vier Thüringer Planungsregionen. Diese wird durch nahezu 50 prägnante Kooperationsprojekte von der Thüringer Rhön über die Erfurter Seen und die Gipskarstlandschaft im Südharz bis in das Rodachtal oder den Raum um Altenburg geprägt. In allen Planungsregionen wurden regionale Energiekonzepte erstellt, Pendlerbeziehungen analysiert oder auch die Wohnqualität bewertet.

Auch über die Grenzen des Freistaats hinaus stellt die Regionalplanung Thüringens ein Erfolgsmodell dar und genießt eine hohe Wertschätzung.

Der Abteilungsleiter des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft, Andreas Mischke, überbrachte die Grußworte von Frau Ministerin Keller. Catrin Schmidt, Professorin der TU Dresden, die selbst viele Jahre in der Regionalplanung Westsachsens tätig und wissenschaftlich sowie planerisch in Thüringen aktiv war, gab einen strategischen Ausblick auf die nächsten 25 Jahre Regionalplanung, insbesondere hinsichtlich der anstehenden Herausforderungen in der räumlichen Planung.