Werkzeugbau Ruhla GmbH setzt auf Nachwuchs
Seebach. Der Exportanteil der Werkzeugbau Ruhla GmbH hat sich von dreißig auf vierzig Prozent erhöht. Neben Aufträgen aus Polen konnte das renommierte Werk im Wartburgkreis jüngst auch immer mehr Kunden in Russland gewinnen. Das Unternehmen, das 1994 nach Seebach umzog und neben zwei weiteren Ausgründungen aus dem einstigen Werkzeugbau der Uhrenwerke Ruhla hervorging, liefert seine Werkzeuge mittlerweile an Auftraggeber aus der Automobilindustrie, der Medizintechnik, aber auch in die Kosmetikindustrie und Telekommunikationsbranche. „Wir wollen so breit wie möglich aufgestellt sein“, sagte Marco Schülken, einer der beiden Geschäftsführer der Werkzeugbau Ruhla GmbH, gegenüber Landrat Reinhard Krebs.
Der Landrat des Wartburgkreises hatte die Seebacher Firma im Rahmen seiner regelmäßigen Wirtschaftsbesuche besichtigt. Inzwischen ist das Unternehmen an die Grenzen seiner räumlichen Kapazität gestoßen. 1 300 Quadratmeter misst die Produktionsfläche mit einer europaweit einzigartigen vollautomatisierten Fertigungszelle. Die Firmenleitung erwägt daher eine Erweiterung am Standort Seebach.
Insgesamt beschäftigt die Werkzeugbau Ruhla GmbH derzeit 45 Mitarbeiter, darunter acht Auszubildende. Sie entwickeln, produzieren und warten die hochkomplexen Werkzeuge. Für die Firma sei, so Geschäftsführer Marco Schülken, die Ausbildung des eigenen Firmennachwuchses sehr wichtig. Daher werden auch in diesem Jahr erneut drei Jugendliche ihre Ausbildung in dem Seebacher Unternehmen starten. Um ihrem Ziel, führend im Formenbau auf dem europäischen Markt zu werden, noch näher zu kommen, berichtete die Firmenleitung auch über bereits bestehende Partnerschaften mit Hochschulen.
Für Landrat Krebs ist die Firma eine der Unternehmen im Wartburgkreis, die den zukunftsweisenden Wirtschaftsstandort auszeichnen. Er war deshalb froh darüber, dass sich das Unternehmen auch am diesjährigen Berufemarkt der Wartburgregion am Samstag, dem 20. März 2010, in der Berufsakademie Eisenach präsentieren wird.
Pressemitteilung vom 25. Februar 2010