Eröffnung des Ausbildungsjahres 2016/2017

Zu Beginn des Ausbildungsjahres 2016/2017 freut sich die Kreisverwaltung neue Auszubildende und Anwärter/innen im Landratsamt Wartburgkreis zu begrüßen. Wie jedes Jahr fanden sich deshalb alle Auszubildenden und Anwärter/innen zusammen, um eine dreitägige Veranstaltung zur Eröffnung des Ausbildungsjahres zu starten.

Freitag, 29. Juli

Um 8 Uhr trafen sich neue Auszubildende und Anwärter/innen sowie jene, die schon das erste oder zweite Ausbildungsjahr absolviert haben, im Kreistagssaal des Wartburgkreises. Zur Eröffnung richteten Sachgebietsleiter Herr Schubert, Ausbildungsleiterin Frau Heinz und ihre Stellvertreterin Frau Führer das Wort an uns. Sie freuten sich, eine große Zahl an neuen Auszubildenden und Anwärter/innen in diesem Jahr begrüßen zu können. Die hohe Qualität der Ausbildung am Landratsamt sowie die Perspektiven, die diese Ausbildung ermöglichen, wurden hervorgehoben. Danach begrüßte uns die Vorsitzende des Personalrates, Frau Kulczynski, die uns viel Erfolg in dem bevorstehenden Ausbildungsjahr wünschte. Unsere neu gewählte Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) – Janine Sauer, Marvin Göpfert und Anika Katzenberger – stellten sich vor und boten ihre Hilfe und Unterstützung an. Sorgfältig vorbereitete Begrüßungsmappen wurden an alle neuen Auszubildenden, Anwärter/innen und Fachoberschüler/innen verteilt. Dies bot anschließend die passende Gelegenheit für alle, sich vorzustellen. Daraufhin erfolgte eine Einweisung in die Informationssysteme des Landratsamtes durch Student und JAV-Mitglied Marvin Göpfert.

Eine besondere Begrüßung erfolgte um 10 Uhr durch unseren Landrat, Herrn Reinhard Krebs, der Chancen aufzeigte, die uns nach der Ausbildung geboten werden. Er betonte unsere spezielle Verantwortung als Beschäftigte im öffentlichen Dienst gegenüber den Bürgern des Wartburgkreises. Es wurde deutlich, welchen Stellenwert gut ausgebildete Fachkräfte für unsere Region haben.

Danach erfolgten die Übergabe der Ausbildungsverträge sowie die Ernennungen in das Beamtenverhältnis auf Widerruf durch Herrn Krebs. Die Ausbildung zu Verwaltungsfachangestellten beginnen in diesem Jahr Denise Schober, Marie-Christin Rausch, Cathleen Vollmer, Sally Döll und Hannes Rußwurm. Die Laufbahnausbildung zum mittleren nichttechnischen Verwaltungsdienst treten Sina Römhild, Anne Dietzel und Kevin Grob an. Ab Oktober beginnen dann Shannon Iffarth, Elisa Wacke und Carsten Kranz als Aufstiegsbeamter die Laufbahnausbildung zum gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst.

Anschließend übergab Herr Krebs die Arbeitsverträge. Aufgrund ihrer guten Leistung konnten sich Sandrina Bittorf und Rebecca Scholz auf eine Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis freuen. Die Fachoberschüler Julian Andres, Michelle Fritsche, May-Li Langer und Ike Joshua Kretschmer werden im Rahmen ihrer schulischen Ausbildung ihr einjähriges Praktikum in der Kreisverwaltung absolvieren.

Nach der Klärung noch offener organisatorischer Fragen und der Besprechung des Ablaufs der folgenden Veranstaltungstage erhielten wir eine Arbeitsschutzbelehrung durch Herrn Purle vom TÜV Thüringen. Er wies uns auf übliche Gefahren im Arbeitsalltag hin und gab Empfehlungen, wie sich Unfälle vermeiden lassen. Durch seine unbefangene Vortragsweise war die Belehrung nicht nur informativ sondern zugleich auch unterhaltsam.

Anschließend brachen wir zu einem gemeinsamen Mittagsessen in Bad Salzungen auf. Dabei nutzten wir die Gelegenheit Fotos zur Erinnerung zu machen.

Montag, 1. August

Der Tag der politischen Bildung führte uns am Montag, den 1. August, zur Gedenkstätte Buchenwald nach Weimar. Um 8:45 Uhr trafen sich dort alle Auszubildenden und Anwärter/innen, um an einem gemeinsamen Workshop teilzunehmen, der von dem pädagogischen Mitarbeiter Ronald Hirte geleitet wurde. Dieser begann mit einer Vorstellungsrunde, bei der hauptsächlich von den bisherigen Erfahrungen mit der Gedenkstätte berichtet wurde. Schnell wurden so Themen deutlich, auf die besonderen Wert gelegt wurde. Der Workshop war bewusst auf eine analytische Betrachtungsweise der Lagergeschichte ausgerichtet. Dementsprechend wies Herr Hirte darauf hin, dass das Nachempfinden des Leids, welches die Inhaftierten erlebt hatten, nicht Ziel des Workshops ist, da dies ohnehin kaum möglich sei. Vielmehr haben wir nur die Chance zu verstehen, welche Empfindungen der Besuch dieses Ortes in uns auslöst.

Danach folgten wir Herrn Hirte bei einem Rundgang über das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers, wobei uns die Standorte ehemaliger Gebäude gezeigt wurden. Die beschriebenen Dimensionen waren anhand der Umrisse der ehemaligen Baracken kaum vorstellbar. Gemeinsam besuchten wir das jüdische Mahnmal, das Denkmal des Kleinen Lagers sowie die beheizte Platte, die an ein Denkmal erinnert, welches sich die Inhaftierten kurz nach der Befreiung selbst gaben. Dabei erhielten wir Einblicke in das Leben der Lagerhäftlinge, Widerstandsbewegungen und die Tage vor und nach der Befreiung des Lagers.

Nach der Mittagspause hatten wir die einmalige Gelegenheit die Räume der Restauratoren zu besuchen und Fundstücke zu betrachten, welche nach ihrer Restaurierung und Konservierung einmal Exponat des Museums werden könnten. Ein weiterer Rundgang führte uns vom ehemaligen Tierpark des SS-Personals zum in unmittelbarer Nähe gelegenen Krematorium. Zum Abschluss des Tages besuchte unsere Gruppe das Mahnmal mit Glockenturm.

Dienstag, 2. August

Am letzten Tag unserer dreitägigen Veranstaltung nahmen alle Auszubildenden und Anwärter/innen an einem gemeinsamen Seminar teil.

 

Die Ausbildungseröffnungstage boten auch in diesem Jahr die Möglichkeit, uns besser kennenzulernen und interessante und nützliche Dinge zu lernen, weshalb wir uns bei allen Verantwortlichen für die Organisation bedanken möchten.

Rebecca Wichtrei

Auszubildende

Impressionen zur Eröffnung des Ausbildungsjahres 2016/2017