Eröffnung des Ausbildungsjahres 2015/2016

Wie gewohnt begann auch in diesem Jahr am 31. Juli, im Rahmen einer dreitägigen Veranstaltung, ein neues Ausbildungsjahr im Landratsamt Wartburgkreis. Zu diesem Anlass kamen am ersten Tag sowohl die „neuen“ als auch die „alten“ Auszubildenden, Studenten und Anwärter/innen im Kreistagsaal des Landratsamtes zusammen.

Freitag, 31. Juli

Die Eröffnung fand am Freitag, 31. Juli um 8 Uhr durch unseren Haupt- und Personalamtsleiter Herrn Flöter statt. Auch in diesem Jahr freute er sich sehr, so viele neue Gesichter in der Kreisverwaltung des Wartburgkreises begrüßen zu können und richtete seine ganz besonderen Glückwünsche an die Prüflinge von 2015 zum bestandenen Abschluss.

Nachdem Herr Flöter ein paar freundliche, aber auch eindringliche Worte an uns gerichtet und sich jeder in der Runde vorgestellt hatte, folgte ein sehr interessanter Vortrag von unserer Gleichstellungsbeauftragten Frau Hirschberg. Thema war, was Gleichstellung zwischen Frau und Mann eigentlich bedeutet und was dabei ihre Aufgabe ist. In kurzweiliger Art und Weise machte sie deutlich, dass die alten Klischees der Vergangenheit angehören sollten und dass es die Lücke zwischen Realität und Gesetz zu schließen gilt.

Um 10 Uhr hat es uns besonders gefreut, dass unser Landrat, Herr Reinhard Krebs, sich die Zeit zwischen vielen anderen Terminen genommen hat, um uns alle persönlich zu begrüßen. Auch er machte jedem Einzelnen noch einmal bewusst, was für eine große Chance eine Ausbildung im öffentlichen Dienst bedeutet und welche Notwendigkeit gut ausgebildete Fachkräfte für den Landkreis darstellen.

Im Anschluss daran erfolgte dann die Übergabe der Ausbildungs- und Arbeitsverträge. Sowohl Herr Krebs, Herr Flöter als auch Ausbildungsleiterin Frau Heinz, stellvertretender Personalratsvorsitzender  Herr Kranz, Amtsleiter der Finanzverwaltung Herr Demski, Amtsleiterin des Versorgungsamtes Frau Ziegert und Frau Sophie Lotz als Jugend- und Auszubildendenvertretung wünschten allen viel Freude und Erfolg für den Beginn beziehungsweise den weiteren Verlauf der Ausbildung.

Auf Grund ihrer guten Ergebnisse konnten sich in diesem Jahr Janin Brod, Jennifer Schmidt, Ann-Sophie Römhild, Annabell Gebhardt und Patrick Reckenbeil über die Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis freuen.

Beginnen werden die Ausbildung zu Verwaltungsfachangestellten Janine Sauer, Rebecca Wichtrei, Kathrin Handwerk und Fabian Spangenberg.

Sabine Schäfer, Madlen Ogriseck, Thomas Schmidt und Nicole Gruhl als Aufstiegsbeamtin werden zum 1. Oktober zur Laufbahnausbildung im gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst antreten.

Die Fachoberschüler Nadine Markert, Philipp Rößner und Leon Hörschelmann werden im Rahmen ihrer schulischen Ausbildung in der Kreisverwaltung ein Praktikum über ein Schuljahr absolvieren.

Nachdem alle ihre Verträge entgegen genommen hatten, folgten motivierende Worte von Herrn Kranz und Frau Lotz über die Ausbildung sowie das Verteilen der Begrüßungsmappen für die neuen Auszubildenden. Nach weiteren organisatorischen Absprachen über die kommenden Tage  erhielten wir von Herrn Purle vom TÜV Thüringen eine unterhaltsame aber auch ernsthafte und ausführliche Arbeitsschutzbelehrung sowie einen Vortrag von unserem Informatik-Studenten Marvin Göpfert über die Informationssysteme im Haus, bevor wir zu einem gemeinsamen Mittagessen in die Stadt aufbrachen.

Im Anschluss daran erfolgte durch die Mitarbeiterin des Jugendamtes, Frau Brinkmann, und einen Mitarbeiter der Suchtberatungsstelle KOMPASS aus Eisenach, Herr Dietrich, ein Mitmachparcours zum Thema Alkohol, Tabak und Drogen. Dieser Parcours, ausgelegt für Kinder der 8. Klasse, wurde uns gezeigt, da wir ihn zukünftig gemeinsam mit Frau Brinkmann und Herrn Dietrich an den Schulen des Wartburgkreises vorstellen dürfen.  Der Parcours war überaus interessant und kreativ gestaltet. Egal ob ein Schauspiel verdeutlichen sollte, wie leicht Kinder und Jugendliche in den Kontakt mit Einstiegsdrogen kommen können, oder „Promille-Brillen“, die zeigen, wie wenig Einfluss man noch auf seinen Körper hat ab einem gewissen Alkoholspiegel: alles war zwar spielerisch und amüsant aufgebaut, hatte jedoch einen durchaus präventiven Effekt. Ein großes Lob an dieser Stelle an Frau Brinkmann und Herrn Dietrich für die tolle Gestaltung des Parcours!

Montag, 3. August

Am Montag, 3. August, ging es für alle, anlässlich des Tages der politischen Bildung, zur Gedenkstätte Point Alpha nach Geisa. Dort angekommen erwartete uns schon eine Mitarbeiterin, Frau Kleffel, welche uns an diesem Tag begleitete. Im sogenannten „Haus auf der Grenze“ zeigte sie uns die Dauerausstellung und wie unmenschlich das Leben der Bevölkerung an und mit der Grenze war. In fesselnder Erzählweise führte uns Frau Kleffel durch die große Ausstellung, über die (Muster)Grenze und in das nachgebildete US-Camp mit Baracken aus der damaligen Zeit und machte uns sehr detailliert bewusst, was es damals bedeutet haben musste, im Schatten der Grenze und der Stasi zu leben. In einem anschließenden Zeitzeugengespräch mit ihr schilderte sie uns ihre ganz persönlichen Erlebnisse, wie es für sie und ihre Familie war und beantwortete geduldig und ausführlich all unsere Fragen, die wir zu Flucht, Alltagsleben in der DDR, Stasi und Diktatur hatten.

Nach einer kurzen Mittagspause holte uns dann Herr Christmann zu einer zweistündigen Wanderung entlang des Grenzlehrpfades der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze ab. Auch er erzählte uns sowohl interessante als auch schockierende Geschichten und erläuterte uns die Grenzaufbauten, Grenzvorfälle, Biosphärenreservate und das grüne Band. Trotz der Hitze an diesem Tag war der Besuch der Gedenkstätte Point Alpha ein sehr spannendes und kurzweiliges Erlebnis für uns.

Dienstag, 4. August

Für den nächsten Tag stand dann ein Seminar mit Frau Keller-Zimmermann zum Thema „Gesprächsführung in komplexen/anspruchsvollen Situationen“ an. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, in der jeder sagen sollte, was er sich von diesem Seminar erhofft und über welche Themen er reden möchte, erfolgte auch sogleich der Einstieg.

Nacheinander gingen wir die gewünschten Themen durch, sodass jeder eine Antwort und einen Lösungsvorschlag bekam. Entweder wurde über mögliche Musterlösungen in einer Diskussionsrunde gesprochen, bis man sich auf eine geeinigt hatte oder aber unsere Auszubildenden und Anwärter, die schon seit längerer Zeit im Hause sind, konnten hilfreiche Tipps im Umgang mit schwierigen Situationen geben und aus eigener Erfahrung sprechen. So gelang es uns, im Laufe des Tages für jede Frage eine Antwort zu finden und unseren neuen Auszubildenden im Vorfeld für die Ausbildung nützliche Hinweise mit auf den Weg zu geben.

Gegen Ende des Seminars wurden dann Arbeitsgruppen gebildet, um verschiedene Aufgabenstellungen innerhalb der Gruppe zu lösen. So wurde beispielsweise präsentiert, wie man Sachverhalte und Fälle, die einen sehr stark emotional beschäftigen, am besten verarbeitet und wie man verhindert, dass man diese mit nach Hause nimmt und somit berufliches und privates vermischt. Aber auch ein Rollenspiel wurde vorgetragen, welches zeigen sollte, wie man ein Gespräch mit einem Bürger, welches zu eskalieren droht, entschärft und wie man in solchen Situationen am besten reagiert.

Dieses sehr locker und interessant gestaltete Seminar stellte einen gelungenen Abschluss unserer Ausbildungstage dar. Vielen Dank dafür an Frau Keller-Zimmermann.

Für die Gestaltung und Organisation dieser drei Tage, bei denen wir uns alle besser kennenlernen konnten und viele neue, wissenswerte und nützliche Dinge gelernt haben, möchten wir uns hiermit recht herzlichen bei allen Verantwortlichen bedanken!

Rebecca Scholz, Auszubildende Verwaltungsfachangestellte, 1. Ausbildungsjahr, im Namen aller Auszubildenden, Anwärterinnen und Anwärter sowie BA- Studenten des Landratsamtes Wartburgkreis.

Impressionen zur Eröffnung des Ausbildungsjahres 2015/2016