Eröffnung des Ausbildungsjahres 2014 / 2015

Auch in diesem Jahr freute sich die Kreisverwaltung des Wartburgkreises, ihre neuen Auszubildenden und Anwärter/innen für das neue Ausbildungsjahr 2014/2015 begrüßen zu können. In diesem Rahmen kamen alle Azubis zu den Ausbildungstagen zusammen und starteten mit einer dreitägigen Veranstaltung in das bevorstehende Ausbildungsjahr.

Donnerstag, 31. Juli 2014

Am Donnerstag um 8 Uhr gab unser Haupt-und Personalamtsleiter Herr Flöter durch seine Begrüßungsrede den Startschuss für unsere Veranstaltung. Er freute sich sehr, ein weiteres Mal in viele neue Gesichter blicken zu können und machte mit seinen Worten jedem Einzelnen bewusst, welche Türen eine Ausbildung im öffentlichen Dienst öffnet, wenn man dazu bereit ist, diese Herausforderung mit Fleiß und Ehrgeiz anzunehmen.

Nachdem die Beigeordnete, Frau Gehret, Ausbildungs- und Arbeitsverträge übergeben und ihre Glückwunsche ausgesprochen hatte, haben auch der Sachgebietsleiter Personal Herr Schubert, Ausbildungsleiterin Frau Heinz sowie die Vorsitzende des Personalrates Frau Kulczynski allen Auszubildenden viel Erfolg für den Beginn bzw. den weiteren Verlauf ihrer Ausbildung gewünscht. Zudem stellte sich unsere Jugend- und Auszubildendenvertretung Sophie Lotz vor und richtete ebenso aufbauende Worte an die Azubis.

Durch alle Beteiligten wurde erneut deutlich gemacht, welchen hohen Stellenwert die Ausbildung im Landratsamt hat und Hilfe bei der Prüfungsvorbereitung oder anderen offenen Fragen angeboten. Dafür möchten wir an dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle aussprechen, die dies ermöglichen.

Nach der Klärung weiterer organisatorischer Fragen sowie des Ablaufs der folgenden Tage erhielten wir auf unterhaltsame und dennoch ernsthafte Art und Weise durch den TÜV Thüringen eine ausführliche Arbeitsschutzbelehrung, sowie eine erste Einweisung in den Bereich der Informationstechnik durch Frau Niebergall, bevor wir zu einem Rundgang in die Kreisstadt Bad Salzungen aufbrachen.

Im Anschluss daran begaben wir uns mit Lisa Mehlhorn und Marlen Fischer auf eine Reise zu den Paragrapheninseln, indem sie uns ihre Abschlussarbeit vortrugen und mit uns ein kniffliges Quiz im Bereich des Angestellten- und Beamtenrechtes durchführten.

Freitag, 01. August 2014

Am zweiten Tag unseres Projektes stand ein Seminar zum Thema „Telefontraining für Auszubildende“ auf dem Programm, welches von Herrn Schareck geleitet wurde.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es direkt mit der Auflistung aller zu diesem Thema offenen Fragen los, welche in einer Gesprächsrunde zusammengetragen wurden.

Im Anschluss daran versuchte Herr Schareck, uns so viele Fragen wie möglich konkret zu beantworten, auch wenn es im Bereich der öffentlichen Verwaltung keine Musterlösungen gibt.

Wir stellten uns die Frage, wie man sich als Mitarbeiter der Kreisverwaltung am besten am Telefon meldet und diskutierten über die verschiedenen Möglichkeiten.

Wir bekamen Tipps, um emotionale Situationen am Telefon zu deeskalieren und unsere Stimme beruhigend, überzeugend oder aufbauend einzusetzen.

Um uns zu verdeutlichen, welchen Einfluss die eigene Stimmlage hat und wie man selbst am Telefon wirkt, nahm Herr Schareck zwischendurch Stimmproben auf, welche wir anschließend gemeinsam auswerteten und so Verbesserungsvorschläge erarbeiteten.

Zum Ende des Seminars wurden durch einzelne Auszubildende Telefongespräche nachgespielt, um die im Seminar erlernten Kenntnisse unmittelbar anzuwenden und zu festigen.

Da man im Bereich der Verwaltung tagtäglich Gespräche am Telefon führt, konnten alle Azubis und Anwärter aus diesem Seminar hilfreiche Informationen ziehen, die mit Sicherheit auch Anwendung im täglichen Arbeitsleben finden werden. 

Montag, 04. August 2014

Am Montag lautete unser Motto ganz klar „politische Bildung“. Insbesondere Auszubildende und Anwärter in der öffentlichen Verwaltung sollten über Politik und die Geschichte Deutschlands gut im Bilde sein. Daher lautete unser Ziel in diesem Jahr: das ehemalige Gefängnis für Staatssicherheit der DDR in Erfurt.

Dort angekommen, erwartete uns bereits eine Mitarbeiterin der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße, welche uns durch die unter dem Motto „Haft, Diktatur, Revolution“ stehende Dauerausstellung begleitete. Die Andreasstraße ist ein Erinnerungsort, der zwei scheinbar gegensätzliche Themen verbindet: Unterdrückung und Befreiung. Der Ort erinnert an die Opfer der SED-Diktatur in Stasi-U-Haft und zugleich an die mutigen Frauen und Männer, die hier 1989 die erste Besetzung einer Stasi-Bezirksverwaltung wagten. 

Ausgangspunkt unseres Rundgangs war die behutsam restaurierte Haftetage mit ihrer authentischen Zellenstruktur. In den weitestgehend erhaltenen Zellen veranschaulichten ausgewählte Dokumente und Zeitzeugenaussagen die verschiedenen Haftgründe, den Haftalltag und das Haftregime des Ministeriums für Staatssicherheit.

Im Anschluss erhielten wir auf der zweiten Etage des Hauses einen umfassenden Einblick in die gesellschaftlichen Zusammenhänge und politischen Hintergründe dieser Zeit. Wir erfuhren Wesentliches über die SED-Diktatur und ihren Einfluss auf das Leben der Menschen in Thüringen in den drei DDR-Bezirken Erfurt, Gera und Suhl.

Am Ende des Rundganges stand die Überwindung der SED-Diktatur.

Dass die Zivilcourage der Bürgerinnen und Bürger dazu beitrug, das Regime friedlich zu stürzen, ist eine wichtige Botschaft der Gedenkstätte Andreasstraße. Im Zentrum steht der 4. Dezember 1989, als Erfurterinnen und Erfurter die Stasi-Zentrale in der Andreasstraße besetzten. Es war die erste Besetzung einer Bezirksverwaltung der Staatssicherheit in der DDR.

Im Anschluss an die Führung trafen wir uns mit Herrn Wolf, einem Zeitzeugen, welcher sich selbst bereits in der Andreasstraße in politischer Haft befand. Er berichtete uns aus seiner ganz persönlichen Erinnerung über den Haftalltag, sowie die Gründe für seine Inhaftierung. Wir hatten somit die Möglichkeit, ihm alle Fragen zu stellen, die uns in den Sinn kamen und von ihm eine äußerst authentische und offene Antwort zu erhalten. Das Zeitzeugengespräch stellte einen gelungenen Abschluss unseres Besuches in der Bildungs- und Gedenkstätte Andreasstraße und der diesjährigen Ausbildungstage dar.

Im Rahmen dieser drei Tage haben wir viel Neues erfahren und konnten uns gegenseitig besser kennen lernen. Dafür möchten wir uns bei allen Verantwortlichen bedanken.

Die Auszubildenden, Anwärterinnen und Anwärter der Kreisverwaltung

Arbeits- und Ausbildungsverträge übergeben

Die Auszubildenden und Praktikanten mit ihren Arbeits- und Ausbildungsverträgen

Am 31. Juli hat Beigeordnete Nicole Gehret im Landratsamt Wartburgkreis Arbeits- und Ausbildungsverträge übergeben.

Marlen Fischer und Lisa Mehlhorn haben die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten mit guten Ergebnissen absolviert und wurden in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen.

Beginnen werden die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten Vanessa Noll, Elisa Wohlfahrt, Sandrina Bittorf und Rebecca Scholz.

Ein duales Studium zum Bachelor of Arts – Soziale Dienste – Studiengang Soziale Arbeit werden ab Oktober Lisa Niebling und Sebastian Blum absolvieren, Marvin Göpfert wird ein duales Studium im Bereich Praktische Informatik beginnen.

Jaqueline Schade, Annika Katzenberger, Martin Schlotzhauer und Kevin Rodeck werden zum 1. Oktober zur Laufbahnausbildung im gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst antreten.

Die Fachoberschüler Melinda Limpert und Paul Baumbach werden im Rahmen ihrer schulischen Ausbildung in der Kreisverwaltung ein Praktikum über ein Schuljahr absolvieren und wurden ebenfalls von der Beigeordneten begrüßt.

Wir gratulieren zu den übergebenen Verträgen und wünschen allen einen guten Start!