WANDERlust

Drachenschlucht Foto: Wolfgang Ehn, Mittenwald
Drachenschlucht

Wandern rund um die Wartburg, auf dem Rennsteig, über die Handwerkerwege, auf den Spuren von Sagenhelden und Kobolden, über die rauen Rhöngipfel … -fragen Sie unsere Wanderexperten:

  • Naturpark- und Touristinformation Ruhla, Neuer Markt 1, 99842 Ruhla, Tel. 036929/89013
  • Tourist-Information Treffurt, Puschkinstraße 3, 99830 Treffurt, Tel. 036923/51542
  • Rhönforum e. V., Marktplatz 29, 36419 Geisa, Tel. 036967/59482.

Rundwanderwege im Wartburgland

Rennsteig

Wartburg, Foto: Wolfgang Ehn, Mittenwald
Wartburg
Schlucht, Foto: Wolfgang Ehn, Mittenwald

Wo der Geist so reiche kulturelle Nahrung erhält, kann auch der Körper in der Landschaft schwelgen: Rund um die Wartburg kann man herrlich wandern – auf Deutschlands berühmtestem Wanderweg, dem Rennsteig, der gleich hier beginnt, und rechts wie links davon.

Rennsteig – von Hörschel bis Großer Inselsberg – 32,7 km, Markierung: Rennsteig-R (=Mareile), mittelschwer

 

Im Sommer erfrischend, im Winter beeindruckend ist die Schluchtentour von Eisenach zum Rennsteig hin. Die Drachenschlucht, eine enge Felsenklamm mit Knüppelstegen überm Rauschebach, die Landgrafenschlucht ist weiter, aber nicht minder romantisch.

Rundwanderweg Drachenschlucht – Hohe Sonne – Landgrafenschlucht – ca. 10 km, Markierung: gelbes Viereck auf weißem Grund, leicht bis mittelschwer

 

Im frischen Grün der ausgedehnten Buchwälder war Luther im Mai 1521 unterwegs. Da nahmen ihn die Männer des sächsischen Kurfürsten in Schutzhaft und brachten ihn zu seinem Schutz auf die Wartburg. Den Weg vom Luthergrund bei Steinbach über Luthers Stammort Möhra bis zur Wartburg kann man als Lutherweg bewandern.

Lutherweg Möhra – Luthergrund bei Steinbach – 16 km, Markierung: Lutherrose, leicht bis mittelschwer

 

Eisenach und Bad Salzungen verbindet der Pummpälzweg. Auf des gewieften Kobolds Spuren führt der Weg an 22 originalen Sagenschauplätzen durch den Thüringer Wald. Die Sagen sind auf Informationstafeln niedergeschrieben und werden durch Skulpturen kunstvoll illustriert.

Pummpälzweg Bad Salzungen (Frankenstein) – Eisenach (Wartburg) – 28 km, Markierung: rotes Dreieck, leicht bis mittelschwer

 

Handwerk ist im Thüringer Wald zu Hause und das seit langer Zeit. Die Wälder haben viele Tüftler und Grübler hervorgebracht. Die Wege, die sie einst gingen, um in Ruhla Uhren, in Steinbach Messer und in Schweina Pfeifen herzustellen, sind heute als Handwerkerwege über den Rennsteig zu bewandern, an deren Zielen man jeweils die Artikel kaufen kann.

Messerweg Ruhla –Steinbach – 10 km, Markierung: Wegeschilder mit Messer, mittelschwer

Tabakpfeifenweg Ruhla – Schweina – 12 km, Markierung: Wegeschilder mit Tabakpfeife, mittelschwer

Uhrenweg Ruhla – Etterwinden – 8 km, Markierung: Wegemarke Uhr, mittelschwer

Wandern in den wilden Wäldern der Welterberegion

Silbersee am Nachtigallenpfad im Hainich Foto: Heidi Brandt, Eisenach
Silbersee am Nachtigallenpfad im Hainich

Zwischen Eisenach, Bad Langensalza und Mühlhausen breitet sich ein Urwald aus, der Hainich – seit 1997 als Thüringens erster und einziger Nationalpark geschützt und seit 2011 UNESCO-Weltnaturerbe.

Die scheue Wildkatze und viele andere seltene Bewohner haben dort eine sichere Zuflucht gefunden. Wanderer und Naturfreunde aller Altersgruppen können den Hainich auf 16 Rundwanderwegen und 2 Streckenwanderwegen erkunden. Die Highlights im Nationalpark sind natürlich der Baumkronenpfad an der Thiemsburg und das Wildkatzendorf Hütscheroda mit Wildkatzenscheune, Wildkatzengehege, Wildkatzenpfad und Wildkatzenturm.

Unsere Wandertipps:

Rundwanderweg Sulzrieden – 7 km, Markierung: Eule, Ausgangspunkt/Ziel: Wanderparkplatz Mallinde bei Berka vor dem Hainich, Erlebnisbereiche: Orchideenblüte im Frühjahr, Kalksteinaufschlüsse, Totholz und Wiederbewaldung

Wildkatzenpfad – 7 km, Markierung: Wildkatze, Ausgangspunkt/Ziel: Wildkatzenzentrum, Erlebnisbereiche: Wildkatzenturm, Sukzessionsflächen, Skulpturenpfad, Skulpturenpark

Mehr Wege im Nationalpark Hainich: www.nationalpark-hainich.de.

Wandern in offenen Weiten

Panorama Oechsen Foto: Hanka Poppitz
Panorama Oechsen

Die Rhön ist ein besonderes Mittelgebirge. Ihre Vulkankuppen, ihre Hochmoore, ihre lieblichen Ortschaften, besonders aber ihre atemberaubenden Weitblicke markieren ihren unverwechselbaren Charakter. Für Wanderer ist sie die Wanderwelt Nr. 1. Der Hochrhöner, ein Premiumwanderweg, durchquert sie komplett von Bad Salzungen bis Bad Kissingen. Aber die Rundwander-Extratouren am Hochrhöner und alle anderen Rhöner Wanderwege lassen die Wanderherzen höher schlagen.

Unser Wandertipp: Extratour Point-Alpha-Weg – 15 km, Markierung: rotes P, Ausgangspunkt/Ziel: Schlossplatz in Geisa oder Gedenkstätte Point Alpha, Erlebnisbereiche: ehemalige innerdeutsche Grenze in Hessen und Thüringen, Mahn-, Gedenk- und Begegnungsstätte Point Alpha

Mehr Wege in der Rhön: www.rhoen.info.

Wandern in Richard Wagners Welt

Auf dem Hörselberg, Foto: Peter Gerlach
Auf dem  Hörselberg
Auf dem Großen Hörselberg, Foto: Peter Gerlach

Die Kalksteinklippen der Hörselberge ragen vor Eisenach wie eine schaumgekrönte, Stein gewordene Welle ins Land. Frau Venus hat den Minnesänger Tannhäuser hierher gelockt und lange seinen Liedern gelauscht. Richard Wagner wurde angesichts der sagenhaften Verbindung zur Wartburg hin zu seiner großen Oper inspiriert. Heute führt der Ökumenische Pilgerweg durch Mitteldeutschland über den gesamten Höhenzug.


Unser Wandertipp: Weg zum Großen Hörselberg durch den Zapfengrund – 14 km, Ausgangspunkt: Bahnhof Eisenach, Markierung: Jakobsmuschel, Erlebnisbereiche: atemberaubender Blick auf die Wartburg und den Thüringer Wald, Venus- und Tannhäuserhöhle.

Burgenstolz und Weitblick – Wandern auf dem Werra-Burgen-Steig

Auf dem Werra-Burgen-Steig, Foto: Wolfgang Ehn, Mittenwald
Auf dem Werra-Burgen-Steig
Werratal, Foto: Heidi Brandt, Eisenach
Witzelroda, Foto: Lutz Dörfert

Ein blaues Quadrat und ein schwarzes X5 – das sind die Wegemarken, die dem Wanderer eine herrliche Tour versprechen – egal, wo er Start und Ziel seiner Tour wählt. Der Steig stammt noch aus der Wandervogelbewegung und sollte einst nur Hann. Mündens zauberhafte Altstadt mit Tanzwerder mit der Wartburg bei Eisenach verbinden. Heute führt er von den Werraquellen am Rennsteig bis zur Wartburg und von dort auf zwei Strecken einmal durch das Hessische Werrabergland, einmal durch das Thüringer Werratal, am Grünen Band entlang bis zum Hanstein.

Einzigartig sind die Burgen am Weg und die Weitblicke, die man von den Höhen über dem Werratal genießen kann.

Wandertipp: Werra-Burgen-Steig ab Breitungen – Bairoda – Bad Liebenstein – Schweina – Lindchen – Witzelroda – Frankenstein – Bad Salzungen

ÖPNV: Südthüringenbahn – Haltepunkt Breitungen – Bahnhof Bad Salzungen – verkehrt im Stundentakt

Rast: Gasthaus Rommelsburg in Schweina, direkt am Steig