KULTURgut

Burgruine Brandenburg Foto: Holger Schmidt
Burgruine Brandenburg

KULTUR wird großgeschrieben in der Wartburgregion: Minnedichter haben hier miteinander gewetteifert. Luthers Eltern war die Gegend Heimat. Bach wurde hier geboren, Prätorius ebenso. Telemann hat hier musiziert. Wagner wurde inspiriert. Liszt hat komponiert, Brahms und D’Albert haben sich rekreiert. Die Brüder Mauersberger haben Chöre geleitet. Märchen und Sagen wurden hier gesammelt, die Pädagogik ein Stück weit reformiert. Die großen Forste wurden gestaltet, ganze Landschaften in Parks verwandelt und vieles, vieles mehr.
Auf diesem fruchtbaren Grund ist ein reichhaltiges Kulturleben gewachsen, an dem die hier Heimischen wie die Gäste gern und lebhaft teilhaben können.

Burgen und Schlösser im Werratal

Burgen und Schlösser im Hainich

Burgen und Schlösser im Thüringer Wald

Burgen und Schlösser in der Rhön

Landestheater Eisenach

Landestheater Eisenach, Fotos: Tobias Kromke
Landestheater Eisenach innen

Seit mehr als 130 Jahren schmückt das im klassizistischen Stil erbaute Theatergebäude die Stadt Eisenach. Der verdienstvolle Mäzen Julius von Eichel-Streiber hatte es den Bürgern geschenkt. Das Haus bietet im Parkett und seinen beiden Rängen - nach einer umfassenden Renovierung und dem Einbau neuer Theatersessel - nunmehr bis zu 501 Besuchern einen komfortablen Platz.
 
Für Spielplan-Informationen und Kartenreservierungen stehen die Mitarbeiterinnen des Landestheaters Eisenach gern zur Verfügung:
 
Besucher-Service
Theaterplatz 4 - 7
99817 Eisenach
Telefon: 03691 256232.

Burg Creuzburg im Werratal in Creuzburg

Die Creuzburg im Frühling, Foto: Antje Tamm
Die Creuzburg im Frühling
Die Creuzburg, Foto: Antje Tamm

Die Burg fällt durch ihre Größe und den weithin sichtbaren guten Zustand der Anlage auf. Über dem Werratal, am Ort eines früheren Benediktinerklosters auf dem Petersberg, bauten die Thüringer Landgrafen Ludwig der Eiserne und Ludwig der III. Ende des 12. Jh. eine Anlage zur Verteidigung gegen Ansprüche Heinrich V. Die Mönche wurden übrigens bei Frankenroda in der Propstei Zella angesiedelt. Die Nähe zur Wartburg ist allgegenwärtig.

Die Thüringer Landgrafen nutzten die Creuzburg als Residenz. Ludwig IV. und die Heilige Elisabeth weilten oft und lange hier. Im 15. und 16. Jh. verlor die Burg an Bedeutung. Die Eigentümer wechselten mehrfach. Die Burg verfiel.

Ihr heutiges Aussehen geht auf umfangreiche Umbauten und Reparaturen an der stark zerfallenen Burg im 19. Jh. zurück. Dank aufwendiger Instandhaltungen in den letzten Jahren können Besucher die Burg mit Heimatmuseum, Kemenate, Folterkammer, Michael-Prätorius-Gedenkstätte und einer Werkstatt für Werratal-Keramik besichtigen. Im Rittersaal finden Konzerte statt. Hotel und Restaurant bieten Besuchern gute Unterkunft und Thüringer Küche.

Die Stadt Creuzburg, die Steinerne Werrabrücke mit der Liboriuskapelle ebenso die Nicolaikirche mit der großartigen romanischen Apsis sollten bei einem Besuch in Creuzburg besichtigt werden. Durch den Heimatverein sind in der Umgebung der Burg herrliche Wander- und Radwege entlang der Werra erschlossen worden. Auf der Burg ist eine Tourismusinformation untergebracht. Hier sind Auskünfte zu Ausstellungen und Konzerten auf der Burg erhältlich. Weitere Informationen zur Burg: http://www.burg-creuzburg.de/die-burg.html#oben.

Burgruine Brandenburg im Werratal östlich von Lauchröden

Burgruine Brandenburg Foto: Peter Gerlach
Burgruine Brandenburg

Die Doppelburganlage wurde im 12. Jh. unter den Grafen von Brandenburg errichtet. Ihre Herren standen bei den Landgrafen der Wartburg im Dienst. 1306 erwarb Erfurt die Rechte auf die Burg. Sie hatte am westlichen Ausläufer des Thüringer Waldes und oberhalb der Werra militärische Funktion. Mit einer starken Mannschaft ausgestattet, wurde die Handelsstraße Frankfurt-Eisenach-Leipzig-Breslau überwacht. Die Besitzer wechselten häufig. 1895 ging die Burg an das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach.

Nach 1990 wurde die stark zerfallene Ruine mit Mitteln der Denkmalpflege und des Freistaates der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht. Von der Aussichtsplattform auf der Kemenate eröffnet sich für jedermann ein wunderschöner Blick ins Werratal. Jährlich finden auf der Brandenburg Mittelalterfeste und Konzerte statt.

Informationen zu Öffnungszeiten des Burgmuseums finden Sie auf der Website der Stiftung Thüringer Burgen und Schlösser.

Schloss und Park Wilhelmsthal südlich von Eisenach

Wilhelmsthal, Foto: Dieter Heinz
Schloss Wilhelmsthal
Schlosspark Wilhelmsthal, Foto: Maik Weiland
Schloss Wilhelmsthal, Foto: Dieter Heinz

Benannt ist das Schloss-Park-Ensemble nach seinem Erbauer, dem Eisenacher Herzog Johann Wilhelm, welcher sich hier in den Jahren zwischen 1709 und 1714 eine barocke Sommerresidenz errichten ließ. Um das Corps de Logis befanden sich Pavillons, ein Prinzen- sowie ein Prinzessinnenhaus und mehrere Wirtschaftsgebäude. Der Festsaal des Schlosses wurde nach Motiven einer Serenade von Georg Philipp Telemann gestaltet.

Während des Rokoko, Klassizismus und Historismus wurden das Schloss sowie die das Schloss umgebende Parkanlage mehrfach baulich und gestalterisch verändert, so dass das gesamte Ensemble erheblich beeinträchtigt  worden ist. Die Besichtigung der Innenräume ist noch nicht möglich.

Infolge der Gründung des Förderkreises Sanierung Schlossanlage Wilhelmsthal e.V. im Jahr 1997 wurden Teilbereiche des Landschaftsparkes wiederhergestellt und laden zu einem Spaziergang ein.

Ganz in der Nähe führt der Prinzessinnensteig zum Aussichtspunkt Hirschstein und über den Rennsteig nach Mosbach.

Im Jahr 2009 wurde die Anlage der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten übertragen, auf deren Website Sie Hinweise zu Führungen und detallierte Informationen zu Schloss und Park Wilhelmsthal finden.

Weimars Lust und Leid in Wilhelmsthal

Gastronomie: Imbiss in Wilhelmsthal und auf der Hohen Sonne; Waldgasthof & Rennsteighotel Hubertushof zwischen Ruhla und Etterwinden sowie Gaststätten in Wolfsburg-Unkeroda und Etterwinden.

Mehr zur Historie vom Förderkreis Schlossanlage Wilhelmsthal e.V.

Virtueller Rundgang

Schloss und Parkanlage Altenstein bei Bad Liebenstein

Blick auf Schloss Altenstein Foto: Dr. Eike Biedermann
Blick auf Schloss Altenstein
Chinesisches Teehäuschen, Foto: Dr. Eike Biedermann
Schloss und Park Altenstein, Foto: Dr. Eike Biedermann

Schloss Altenstein wurde zwischen 1888 und 1890 an Stelle eines barocken Schlosses errichtet. Es war Residenz des Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen. Nach englischem Vorbild errichtet ist es ein einmaliges Baudenkmal in Thüringen.

1150 wurde die Burg „Der Stein“ erstmals urkundlich erwähnt. Die Geschichte der Burg reicht vermutlich bis in das 6. Jahrhundert zurück.

Um den Schlossneubau entstand ein Gartenkunstwerk von unersetzlichem Wert für die Thüringer Denkmalpflege. Wandert man durch die Parklandschaft, dann begeistern immer wieder Sichtachsen und Ausblicke auf Wiesenlandschaften und urwüchsige Baumgruppen. Der freie Blick ins nahe Werratal und hinüber zur Rhön ist beeindruckend.

1982 brannte Schloss Altenstein vollständig aus. Dabei gingen die herrlichen Einbauten verloren.

Seit 1995 hat sich die "Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten" dem Neuaufbau und der Pflege angenommen. Schlossverwaltung und das Schlossmuseum im Hofmarschallamt informieren über Sehenswürdigkeiten und kulturelle Veranstaltungen. Im Nebengebäude befindet sich eine Ausstellung über Flora und Fauna des Naturparks Thüringer Wald.

Hinweise zu den Ausstellungen im Hofmarschallamt sowie ausführliche Informationen zu Schloss Altenstein finden Sie auf der Website der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten.

Ein Spaziergang im Landschaftspark lässt sich gut mit einer Wanderung verbinden. Der Park geht nahtlos in den Wald südlich des Rennsteigs über.

Die Gaststätte Altenstein hat donnerstags und freitags von 17-22 Uhr und samstags, sonntags sowie an Feiertagen von 11-20 Uhr geöffnet. Tel. während der Öffnungszeiten: 036961-707733, außerhalb der Öffnungszeiten: 0174-21708.