Wanderbus Werratal

Unterwegs im Tal der Könige

Burg Creuzburg, Foto: Frank Wittenbrock, St. Gallen
Burg Creuzburg
Störche in Wilhelmsglücksbrunn, Foto: Erika Schwanz
Treffurt mit Burg Normannstein, Foto: Wolfgang Gerats
Heldrastein, Foto: Frank Panzer, Bad Salzungen
Werrabrücke Creuzburg, Foto: Dr. Eike Biedermann

Linie 75: Eisenach – Creuzburg – Schnellmannhausen – Treffurt – Großburschla - Falken

Sehen und Erleben:

Burg Creuzburg: Die Creuzburg – eine der größten, romanischen Burganlagen Deutschlands ist über 830 Jahre alt und mittlerweile dabei, aus dem Schatten ihrer Schwesternburg, der Wartburg, herauszutreten. Ein Hotel mit Restaurant, ein Standesamt, ein liebevoll gepflegtes Burggärtchen, ein Burgmuseum mit wechselnden Ausstellungen und die Gedenkstätte für den großen Sohn der Stadt, den Komponisten Michael Praetorius sind darauf zu finden. Unterhalb der Burg am Ortseingang befindet sich die steinerne Werrabrücke, die sowohl romanisch als auch romantisch ist, mit Liboriuskapelle.

Wilhelmsglücksbrunn: Südlich vor der Stadt Creuzburg, direkt am Werratal-Radweg, liegt die ehemalige Saline Wilhelmsglücksbrunn. Ein engagierter Wohlfahrtsverein hat das einst verfallene Gutshaus wieder im alten Glanz hergerichtet. Drinnen wird stilvoll Café gereicht. In der weiten Werraaue ist der Solebrunnen neu gefasst, den man auf einem Spazierweg erreichen kann.

Heldrastein: Der Heldrastein – ein weißer, zerklüfteter Kalksteinfelsen liegt 530 m über dem Meer und 330 m über der Werra. Er wird zu Recht als „König des Werratals“ bezeichnet. Das Felsplateau mit Aussichtsplattform und Turm der Deutschen Einheit (mit Dokumentationstafeln zur Teilung Deutschlands und der Wendezeit) ermöglichen bei gutem Wetter eine Sicht über das Werratal und das Eichsfeld bis zum 70 km entfernten Brocken. Am Wochenende ist für gastronomische Versorgung auf dem Heldrastein gesorgt. Von Volteroda und Großburschla führen Wanderwege zum Heldrastein.

Burg Normannstein: Im Wohnturm der Burg ist die Ausstellung „Werraburgen über Werrafurten“ zu besichtigen. Sie zeigt auf originelle, sinnliche Weise, wie Leben und Alltag auf einer mittelalterlichen Burg gewesen sein dürften. Für das leibliche Wohl wird in der Burggaststätte gesorgt. Herrlich ist auch der Blick vom nahegelegenen Aussichtsfelsen Adolfsburg.

Aktiv sein:

Von Eisenach aus kann man per Bus nach Treffurt fahren, die Räder auspacken und los geht’s zurück auf dem Werratal-Radweg. Wer den schon kennt, der sollte sich auf die Unstrut-Werra-Radroute nach Mühlhausen begeben. Von dort fährt die Linie 30 zurück nach Eisenach. Oder wie wär’s mit einer Wanderung auf dem Werra-Burgen-Steig oder dem Qualitätswanderweg Leine – Werra. Erfrischend sind auch Paddeltouren auf der Werra – Bootsverleihe gibt’s in Creuzburg, Mihla, in der Probstei Zella und in Treffurt.

Creuzburg, einst im Schatten der Grenze, ist heute Ausgangspunkt oder Station an großen wichtigen Wanderwegen. Der Thüringenweg, der Naturschätze mit der reichen Thüringer Kultur verbinden will, beginnt auf der Creuzburg und führt nach Altenburg. Der Qualitäts-Wanderweg Leine – Werra durch den Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal startet im Heilbad Heiligenstadt und hat auf der Creuzburg sein Ziel. Durch Creuzburg führen der HET-Weg Harz – Eichsfeld – Thüringer Wald, der Werra-Burgen-Steig und der Grenzwanderweg Grünes Band.

Klar ist Creuzburg auch Dreh- und Angelpunkt am Werratal-Radweg. Hier kann man vom Rad aufs Boot und umgekehrt steigen. An der Liborius beginnt auch die Gelbe Route der Naturparkradwege, die durch den Nationalpark bis nach Bad Langensalza führt.

Alle Infos und besten Service bieten die drei Tourist-Informationen in Creuzburg (Tel. 036926/98047), Mihla (Tel. 036924/38018) und Treffurt (Tel. 036923/51542).

An der Thüringer Pforte

Die Brandenburg, Foto: Frank Wittenbrock, St. Gallen
Die Brandenburg
Fachwerkhäuser in Oberellen, Foto: Gemeindeverwaltung Gerstungen
Sallmannshäuser Rennsteig, Foto: Egbert Sperber

Linie 93: Eisenach – Lauchröden – Oberellen

Sehen und Erleben:

Imposant über der weiten Werraaue gelegen ist die Brandenburg bei Lauchröden. Im 12. Jahrhundert erbaut ist sie die größte Doppelburganlage in Thüringen. Höhepunkt im Burgleben ist das alle zwei Jahre (in geraden Jahren) stattfindende Brandenburgfest im Juni/Juli. Auf der Burg kann man die Kemenate mit Ausstellung zur Burggeschichte und den Turm mit Aussichtsplattform besichtigen. Auf dem Freigelände der Ost- und Westburg finden Konzerte und Aufführungen der Theatergruppe Gerstungen statt.

Aktiv sein:

9 km von Eisenach entfernt, direkt am Werraufer beginnt in Hörschel der Rennsteig. Der echte Rennsteigwanderer nimmt hier einen Werrakiesel und trägt ihn nach Blankenstein zur Saale.

Ein Geheimtipp ist noch immer der kleine Rennsteigbruder, der Sallmannshäuser Rennsteig. Er beginnt bei Sallmannshausen, ist mit einem „S“ markiert und erreicht am Ruhlaer Häuschen den Hauptrennsteig. Ideal ist die Tour per Bus am Morgen und am Abend ab Ruhla zurück nach Eisenach.

Der Werra-Burgen-Steig verbindet die 3-Flüsse-Stadt Hann. Münden über eine Distanz von130 km mit der Burg Tannenberg bei Nentershausen. Die Thüringer Variante führt von Burg Ludwigstein über 92 km nach Eisenach zur Wartburg, während der Wartburgpfad die Brandenburg mit der Wartburg verbindet.

Selbstverständlich ist die Buslinie ideal zum Radeln auf dem Werratal-Radweg – einfach in Eisenach einsteigen, nach Lauchröden fahren und weiter auf dem Rad nach rechts oder links – zurück nach Eisenach oder nach Bad Salzungen und mit der Südthüringenbahn zurück.

Die mittlere Bäderlinie

Bad Salzungen Foto: Gerhard Eisenschlink
Bad Salzungen

Linie 71: Bad Salzungen – Bad Liebenstein – Ruhla – Eisenach

Sehen und Erleben:

In Bad Salzungen befindet sich gewissermaßen das erste deutsche Keltenbad. Es ist Teil der Kurabteilung mit Therapiezentrum und Fitnessbereich. Das Keltenbad ist ein Solebewegungsbad mit echtem Erlebnischarakter: Eine einmalige Saunalandschaft und ein Wellness- und Beautybereich, ebenfalls ganz im Keltenstil, runden den Komplex ab, der aus 3 Rundbauten am Gradierwerk besteht.

Das Herzstück der Kuranlagen ist das historische Jugendstil-Gradierwerk – ein architektonisch einmaliges Bauwerk. Es bietet eine Vielzahl von Inhalationsmöglichkeiten für Heilung und Linderung bei Atemwegs- und Hauterkrankungen. Aber auch zur Erkältungsprophylaxe ist Inhalation unübertroffen.

In der lieblichen Kurstadt liegt der Burgsee mit wunderschöner Uferpromenade und dem angrenzenden Rathenaupark. Unmittelbar am Gradierwerk auf den Werrawiesen ist der Puschkinpark angelegt.

Bad Liebenstein ist der älteste und traditionsreichste Kurort im Freistaat Thüringen. Das ist im Ortsbild deutlich erkennbar. Den Charme eines solchen Kurortes genießt man am besten in einem seiner Villa-Cafés. Das Liebensteiner Kurhaus ist ein wahrer Wellnesstempel: Hier gibt es – ideal nach langen Wanderungen – Massagen aller Sparten und Herkunftsländer, Kosmetik, Sport, Sauna und vieles mehr.

Die Umgebung von Bad Liebenstein bietet dem Gast gepflegte Wanderwege und viel unberührte Natur. Ein prima Ausflugstipp für Jung und Alt ist der liebevoll angelegte Liebensteiner Tierpark.

Aktiv sein:

Klar kann man in der Werratal-Metropole Bad Salzungen gut Radeln. Schließlich führt der Werratal-Radweg an der Stadt vorbei und der Rhön-Radweg beginnt hier.

Für Wanderfreaks ein Muss: der Pummpälzweg. Thüringens sagenhaftester Wanderweg verbindet zwischen dem Frankenstein und der Wartburg auf 28 km Länge Bad Salzungen und Eisenach. Die Empfertshäuser Schnitzschüler haben am Weg Skulpturen der berühmtesten Sagen von Bechstein und Wucke aufgestellt.

Aber auch der Hochrhöner, ein länderübergreifender Premiumwanderweg, beginnt in der charmanten Kur- und Kreisstadt.

Freundliche Gästeberatung bietet die Tourist-Information im Keltenbad, Tel. 03695/693420.