Wanderbus Thüringer Wald

Der Klassiker unter den Wanderbussen

Skulptur in Ruhla, Foto: Frank Panzer, Bad Salzungen
Skulptur in Ruhla
Königshäuschen bei Ruhla, Foto: Dieter Heinz
Greifvogelwarte an der Ruhlaer Skihütte, Foto: Gisela Heine

Linie 42, Linie 43 und 40: Eisenach – Wutha – Thal – Ruhla – Brotterode – Kleiner Inselsberg – Tabarz

Sehen und Erleben:

Drei Highlights und mehr bietet das Erbstromtal zwischen Wutha und Ruhla seinen Gästen: Die Tropfsteinhöhle Kittelsthal (von April bis Oktober täglich geöffnet) schickt die ganze Familie auf einen aufregenden Ausflug in die Welt des Bergmanns. Die Ruine Scharfenburg in Thal bietet das genaue Gegenteil, nämlich einen herrlichen Ausblick über die holde Landschaft des westlichen Thüringer Waldes. Der Freizeitpark mini-a-thür Ruhla mit Sommerrodelbahn (ebenfalls von April bis Oktober täglich geöffnet) komplettiert das Erlebnis mit einer Auswahl der schönsten Thüringer Sehenswürdigkeiten im Taschenformat und einer rasanten Rodelstrecke durch den Wald.

Überall ist für das leibliche Wohl gesorgt, am besten aber allemal in und um Ruhla, wo man die höchsten Torten schleckern und in die deftigsten Würste beißen kann.

Aktiv sein:

Wer einmal Ruhla erreicht hat, muss unbedingt auch wandern. Kaum ein Ort hat so interessante und gepflegte Wanderwege wie dieser. Jüngstes Beispiel der Rühler Wanderlust ist der Kindernaturlehrpfad am Breitenberg, auf dem man bei glücklicher Fügung dem Wuwwerbözer, einem echten Rühler Berggeist, begegnen kann.

Klassisch wie der Wanderbus, der immer 8.30 Uhr ab Eisenach fährt, ist das Rennsteigwandern. Als Wandereinstiegs-Haltestellen zum Rennsteig werden empfohlen: Glasbachwiese, Dreiherrnstein, Krätzersrasen und Kleiner Inselsberg.

Der Rennsteig-Radweg hat Offroad-Charakter, weil er auf 113 km Waldwegen oder Nebenstraßen (wechselnde Beläge: von Asphalt, Sand, Schotter und Waldboden) angelegt ist und genauso klettert wie sein großer Bruder, der Wanderweg.

Über alle Maßen herrlich ist der Tannhäuser-Radweg. Die sportliche Tour beginnt in Wutha am Fernradweg Thüringer Städtekette, führt durch den historischen Ortskern von Farnroda nach Ruhla, vorbei am Dichterhain, dem Olymp der Rühler Heimatdichtung, hinauf zum Rennsteig und bald wieder hinab über Schweina ins Werratal bei Barchfeld.

Alle Infos in der Naturpark- und Tourist-Information Ruhla, Tel. 036929/89013.

Waldfrieden, Wilde Sau und alles Glück der Erde...

Auf dem Clausberg, Foto: Peter Gerlach
Auf dem Clausberg
Hautsee bei Dönges, Foto: Sabrina Mey
Im Bärenbachtal zwischen Unkeroda und Hoher Sonne, Foto: Ingrid Bachmann

Linie 52: Eisenach – Vachaer Stein am Rennsteig – Marksuhl – Berka/Werra - Großensee

Sehen und Erleben:

Der Vachaer Stein ist ein alter Rennsteigort, der heute ein idealer Einstiegspunkt zum Wandern ist: Geht man nach Osten, erreicht man bald die Wilde Sau, ein mittelalterliches Sühnekreuz, und kann von hier hinüber zur Wartburg blicken oder auf dem Lutherweg auch gehen.

Wendet man sich nach Westen, blickt man bald auf die leuchtenden Rhönkuppen am Horizont. Auf den Haflinger-Pferde-Höfen Clausberg und Hütschhof gibt es Reitmöglichkeiten für Groß und Klein. Der Rangenhof am Rennsteig ist eine Wanderstation mit hübschem kleinen Imbiss in rustikaler Rennsteigatmosphäre.

Marksuhl mit seinem Renaissanceschloss, das heute Gemeindeverwaltung, Bibliothek und Thüringer Forstamt beherbergt, ist ein sehenswerter Ort. Berka/Werra ganz genauso – hier betrat Martin Luther am 1. Mai des Jahres 1521 auf dem Rückweg aus Worms wieder Thüringer Boden und speiste im Gasthaus zum Stern.

Aktiv sein:

Der Wanderer in dieser Gegend ist nicht nur von Wald umgeben, sondern genießt herrliche Fernblicke bis weit in die Rhön. Er kann den Werra-Burgen-Steig bis zur Brandenburg begehen oder vom Rennsteig hinunter nach Stedtfeld steigen und dabei viel über das mittelalterliche Bergbaurevier an dieser Stelle erfahren.

Radler packen am Vachaer Stein die Räder aus und radeln über den Rennsteig in Richtung Ruhla oder Rennsteigbeginn. Von Hörschel aus führt der Radweg Thüringer Städtekette vorbei am Siebenbornteich wieder nach Eisenach zurück.

Im Marksuhl beginnt der Suhltal-Radweg, der an dem Flüsschen Suhl entlang bis zur Werra führt. Auch den Sallmannshäuser Rennsteig kann man von hier aus gut erreichen.

Aus dem etwas ferneren Bad Hersfeld kommt der Lulluspfad daher: Wanderer per Bus erreichen ihn in Marksuhl. Er führt bis hinauf zur Hohen Sonne am Rennsteig und ist mit einem weißen X 16 markiert.

Winterfreuden am Rennsteig

Winter an der Ruhlaer Skihütte Foto: Lutz Dörfert
Winter an der Ruhlaer Skihütte

Linien 42 und 134: Eisenach – Kleiner Inselsberg – Tabarz und Bad Salzungen - Brotterode - Kl. Inselsberg - Tabarz - Gotha

Aktiv sein:

Im Winter ist Ruhla ideal für Freunde des Skilanglaufs. Auf 10 km gespurten Loipen sowie gut geräumten Skiwanderwegen rund um Ruhla kann man sich aktiv erholen. Unterhalb der Schanzenanlage „Alte Ruhl“ befindet sich ein Loipengarten mit einer 1,5 km langen Rundspur. Hier kann man die verschiedensten Techniken erlernen.

Gespurte Skiwanderwege: Alte Ruhl – Glasbach – Schnepfenthal; Kahle Koppe – Winterstein; Kahle Koppe  - Ruhlaer Skihütte; Alte Ruhl  - Dreiherrnstein – Grenzwiese; Ruhlaer Skihütte – Dreiherrnstein - Kleiner Inselsberg

Steinbach – Bad Liebenstein: Gespurte Rundloipe Steinbach – Schnepfenberg – Rennwegskopf –  Judenkopf – Hohe Klinge – Weißer Stein – Steinbach

Inselsbergabfahrt: Skilift Inselsberg auf 600 m Höhe, Abfahrt; gespurte Loipe über Grauer Weg – Rennsteig

Sommerfrische am Altenstein

Ritterkapelle im Park Altenstein, Foto: Peter Gerlach
Ritterkapelle im Park Altenstein
Schloss Altenstein, Foto: Peter Gerlach
Park Altenstein, Foto: Gunther Loos

Linien 31, 71 und 106: Eisenach – Bad Liebenstein; Bad Salzungen – Bad Liebenstein – Eisenach und Bad Salzungen – Bad Liebenstein - Steinbach

Sehen und Erleben:

Auf einem gut 160 Hektar großen Areal erstreckt sich die Anlage von Schloss und Park Altenstein. Die natürlichen Gegebenheiten des Geländes sind geradezu geschaffen für eines der bedeutendsten Gartenkunstwerke Thüringens, das mit ausgedehntem seltenem Baumbestand, Kunstruine, Ritterkapelle und Denkmälern alle Pflichtbestandteile eines Landschaftsparks nach englischem Vorbild aufweist.

Gerade hier verschmelzen Park und Landschaft zu einem Ganzen. Am Rande des Parks, im alten Gärtnerhaus, hat der rührige Förderverein Altenstein eine Informationsstelle für den Naturpark Thüringer Wald eingerichtet, die auch alle Tage Parkführungen anbietet.

Einen besonderen Anziehungspunkt bildet für Besucher die Altensteiner Höhle. Einprägsame Bilder, ein Hauch von Romantik, regelmäßig stattfindende Konzerte locken jährlich Tausende von Besuchern an. Die Altensteiner Höhle wurde 1799 entdeckt und 1951 begann man mit der Erschließung und Erkundung der Höhle.

Aktiv sein:

Die Umgebung von Bad Liebenstein bietet dem Gast neben gepflegten Wanderwegen auch einen Naturlehrpfad „Rund um Bad Liebenstein“. Auf dem Weg begleitet sie das Symbol des Turmfalken bzw. die Wegemarkierung L sowie 20 Tafeln mit Informationen. Der Lehrpfad hebt sich durch seinen Inhaltsreichtum von vielen anderen ab und bietet Erläuterungen zur interessanten Geologie am Zechsteingürtel des Thüringer Waldes.

Empfohlen wird auch der Naturlehrpfad „Rund um den Krötenkopf“, Symbol: Eichhörnchen, Länge 7,2 km.