Burgen und Schlösser im Thüringer Wald

Schloss und Park Wilhelmsthal südlich von Eisenach

Wilhelmsthal, Foto: Dieter Heinz
Schloss Wilhelmsthal
Schlosspark Wilhelmsthal, Foto: Maik Weiland
Schloss Wilhelmsthal, Foto: Dieter Heinz

Benannt ist das Schloss-Park-Ensemble nach seinem Erbauer, dem Eisenacher Herzog Johann Wilhelm, welcher sich hier in den Jahren zwischen 1709 und 1714 eine barocke Sommerresidenz errichten ließ. Um das Corps de Logis befanden sich Pavillons, ein Prinzen- sowie ein Prinzessinnenhaus und mehrere Wirtschaftsgebäude. Der Festsaal des Schlosses wurde nach Motiven einer Serenade von Georg Philipp Telemann gestaltet.

Während des Rokoko, Klassizismus und Historismus wurden das Schloss sowie die das Schloss umgebende Parkanlage mehrfach baulich und gestalterisch verändert, so dass das gesamte Ensemble erheblich beeinträchtigt  worden ist. Die Besichtigung der Innenräume ist noch nicht möglich.

Infolge der Gründung des Förderkreises Sanierung Schlossanlage Wilhelmsthal e.V. im Jahr 1997 wurden Teilbereiche des Landschaftsparkes wiederhergestellt und laden zu einem Spaziergang ein.

Ganz in der Nähe führt der Prinzessinnensteig zum Aussichtspunkt Hirschstein und über den Rennsteig nach Mosbach.

Im Jahr 2009 wurde die Anlage der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten übertragen, auf deren Website Sie Hinweise zu Führungen und detallierte Informationen zu Schloss und Park Wilhelmsthal finden.

Weimars Lust und Leid in Wilhelmsthal

Gastronomie: Imbiss in Wilhelmsthal und auf der Hohen Sonne; Waldgasthof & Rennsteighotel Hubertushof zwischen Ruhla und Etterwinden sowie Gaststätten in Wolfsburg-Unkeroda und Etterwinden.

Mehr zur Historie vom Förderkreis Schlossanlage Wilhelmsthal e.V.

Virtueller Rundgang

Schloss und Parkanlage Altenstein bei Bad Liebenstein

Blick auf Schloss Altenstein Foto: Dr. Eike Biedermann
Blick auf Schloss Altenstein
Chinesisches Teehäuschen, Foto: Dr. Eike Biedermann
Schloss und Park Altenstein, Foto: Dr. Eike Biedermann

Schloss Altenstein wurde zwischen 1888 und 1890 an Stelle eines barocken Schlosses errichtet. Es war Residenz des Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen. Nach englischem Vorbild errichtet ist es ein einmaliges Baudenkmal in Thüringen.

1150 wurde die Burg „Der Stein“ erstmals urkundlich erwähnt. Die Geschichte der Burg reicht vermutlich bis in das 6. Jahrhundert zurück.

Um den Schlossneubau entstand ein Gartenkunstwerk von unersetzlichem Wert für die Thüringer Denkmalpflege. Wandert man durch die Parklandschaft, dann begeistern immer wieder Sichtachsen und Ausblicke auf Wiesenlandschaften und urwüchsige Baumgruppen. Der freie Blick ins nahe Werratal und hinüber zur Rhön ist beeindruckend.

1982 brannte Schloss Altenstein vollständig aus. Dabei gingen die herrlichen Einbauten verloren.

Seit 1995 hat sich die "Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten" dem Neuaufbau und der Pflege angenommen. Schlossverwaltung und das Schlossmuseum im Hofmarschallamt informieren über Sehenswürdigkeiten und kulturelle Veranstaltungen. Im Nebengebäude befindet sich eine Ausstellung über Flora und Fauna des Naturparks Thüringer Wald.

Hinweise zu den Ausstellungen im Hofmarschallamt sowie ausführliche Informationen zu Schloss Altenstein finden Sie auf der Website der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten.

Ein Spaziergang im Landschaftspark lässt sich gut mit einer Wanderung verbinden. Der Park geht nahtlos in den Wald südlich des Rennsteigs über.

Die Gaststätte Altenstein hat donnerstags und freitags von 17-22 Uhr und samstags, sonntags sowie an Feiertagen von 11-20 Uhr geöffnet. Tel. während der Öffnungszeiten: 036961-707733, außerhalb der Öffnungszeiten: 0174-21708.

Burgruine Liebenstein nördlich von Bad Liebenstein

Burgruine Liebenstein, Fotos: Andrea Hempel
Burgruine Liebenstein

Die Burg wird 1364 erstmals in einer Urkunde des Erzbischofs zu Mainz erwähnt. 1386 werden die Herren von Stein als Bewohner der Burg genannt.

1673 starb die Liebensteiner Linie derer von Stein aus. Vor dem Zerfall war die Burg im Besitz des Herzogs von Sachsen-Meiningen.

Heute ist die Ruine der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten zugeordnet. Die Öffnungszeiten des Turms - als äußeres Zeichen der Öffnung ist die Fahne gehisst - sowie weitere Informationen zur Burg finden Sie auf der Website der Stiftung Thüringer Burgen und Schlösser.

Von der ehemaligen Burg sind heute noch die Ringaußenmauern sowie die steinerne Eingangstreppe mit der darüber sichtbaren Jahreszahl 1554 zu sehen. Sie erinnert an die Befestigung der Burg durch Asmus von Stein. Der Heimatverein kümmert sich um den Erhalt der Anlage. Jährlich finden Burgfeste statt.

In der näheren Umgebung der Kurstadt Bad Liebenstein führt ein Naturlehrpfad durch die herrliche Landschaft.

Hotels und Gastronomie im Ort.

Burgruine Scharfenberg bei Thal nördlich des Rennsteigs

Bergfried Foto: Thüringisches Landesamt für Denkmalschutz und Archäologie, Weimar, Fotoarchiv
Bergfried der Ruine Burg Scharfenberg

Die Ruine Burg Scharfenberg wurde 1137 erstmals urkundlich erwähnt und war über viele Jahrhunderte Tausch- und Streitobjekt verschiedener Adelsgeschlechter. Einige Zeit befand sie sich auch im Besitz von Raubrittern. Im Sächsischen Bruderkrieg im Jahre 1450 wurde sie gänzlich verwüstet und nie wieder aufgebaut. Seither verfiel sie zu einer Ruine.

Der Bergfried der Burganlage ist heute als Aussichtsturm mit Informationstafeln im Eingangsbereich zu besichtigen. Besonders sehenswert sind auch Teile der einstigen Burgmauer sowie Teile der Toranlage und Burggräben. Über dem Burgtor ist an der Innenseite der Mauer das Wappen derer von Uetterodt (die letzten Besitzer der Burg) angebracht.

Vom Aussichtsturm bietet sich dem Besucher ein einzigartiger Ausblick auf den Thüringer Wald und die Hörselberge sowie auf umliegende Ortschaften und die Wartburg bei Eisenach.

Renaissanceschloss in Marksuhl südlich von Eisenach

Ende des 16. Jh. wurde das Schloss im Renaissancestil errichtet. Nach 1662 wurde es Residenz unter Johann Georg I. von Marksuhl. Es diente den Herzögen von Eisenach bei ihren Jagden als Unterkunft. Umbauten erfolgten 1714 bis 1739, zuletzt unter Herzog Ernst August von Weimar. Im Zuge der Verschönerung entstanden zahlreiche Reliefs, Hofportale und in den Fluren Decken- und Wandverkleidungen. Der Treppenturm einschließlich bemerkenswerter Wendeltreppe mit spiralförmiger Spindel wurde 1739 angefügt. Die Lage an der Heerstraße wurde dem Ort während des Durchzugs der Franzosen nach 1813 erneut zum Verhängnis.

Innenräume, Turm und Schlosshof können besichtigt werden. Die steinernen Reliefs werden derzeit restauriert.

Ausführliche geschichtliche Informationen finden Sie auf www.marksuhl.de sowie einen Lageplan der Schlossanlage unter http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Marksuhl.

Herrenhaus in Frauensee

Herrenhaus Frauensee Foto: Sabrina Mey
Herrenhaus Frauensee

Das Herrenhaus, ein schlossähnlicher Renaissancebau, stammt wahrscheinlich aus den Jahren 1632 bis 1634 und geht auf Landgrafen Wilhelm von Hessen-Kassel zurück. Es ist seiner gefälligen Fassade wegen sehenswert.
Heute sind im Stiftsgebäude die Gemeindeverwaltung, die Heimatstube mit einer Ausstellung zu Schuhwerk aus aller Welt und Wohnungen untergebracht.
Die wunderschöne Landschaft zwischen Thüringer Wald und Rhön lädt zur Erholung und ausgiebigen Wanderungen ein. Der sagenumwobene Hautsee mit der "schwimmenden Insel" ist wandernd zu erreichen.
guter baulicher Zustand
Besichtigung der Innenräume teilweise möglich
Gastronomie im Ort