Rotes Schloss und Graues Schloss in Mihla

Rotes Schloss in Mihla, Foto: LRA WAK
Rotes Schloss in Mihla
Graues Schloss in Mihla, Parkseite,
Foto: Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Weimar, Fotoarchiv

Das Rote Schloss ist ein auf einem Steinsockel aufgesetzter Fachwerkbau, der auf das 16. Jh. zurückgeht. Die Mihlaer Linie der Harstalls war Bauherr. Durch tragische Umstände kamen das Rote Schloss und Teile von Mihla an die katholische Linie der Diedorfer Harstalls, später an die Creuzburger.
Von außen können das Schloss und der kleine Park besichtigt werden. 

Das Graue Schloss liegt an der Hauptstraße in Richtung Eisenach. Das Renaissanceschloss - ursprünglich eine Wasserburg - wurde im 16. Jahrhundert zu Wohnzwecken und als Familiensitz der Herren von Harstall erbaut. Chronisten vermuten die Entstehung bereits im 14. Jahrhundert. Das Schloss ist als rechteckiger dreiflügeliger Steinbau errichtet. An zwei Seiten ist ein Turm angesetzt. Im Vorderen führt eine hölzerne Wendeltreppe in die oberen Räume. Ein Schloss aus Sandstein ist in dieser geschichtlichen Epoche einmalig in Thüringen. Hohe Giebel geben dem Schloss sein unverkennbares Aussehen. Bis auf die Zentscheune, heute als Stall genutzt, sind die Nebengebäude abgerissen. Der Torbogen am Eingang wurde erst 1949 einer Straßenverbreiterung geopfert.
Das heutige Aussehen wurde 1969 bis 1971 im Zuge umfangreicher Erhaltungsarbeiten geschaffen. Dabei entstand das Restaurant, in dem Gästen gute Thüringer Küche geboten wird. Der bauliche Zustand ist gut.

Es lohnt sich auch ein kurzer Blick in die Kirche mit dem großartigen gotischen Schnitzaltar und der beeindruckenden barocken Innenausstattung. Außerdem ist Mihla ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen in den nahen Nationalpark Hainich. Auf dem Fernradweg Werratal locken Touren nach Creuzburg oder in Richtung Treffurt.

Hotel im Grauen Schloss: http://www.graues-schloss.de/
Gastronomie im Ort