Schlösser und Burgruine in der Region Hainich-Hörselberg

Herrenhaus Hütscheroda am Südrand des Nationalparks Hainich

Herrenhaus Hütscheroda Foto: Hotel Herrenhaus Hütscheroda
Herrenhaus Hütscheroda

1239 wurde "Utisroda" erstmals als Rittergut erwähnt. Im Jahre 1587 ist es von Bernhard von Wangenheim als Wohnsitz umgebaut worden. Leider wurde es im Dreißigjährigen Krieg so stark beschädigt, dass das Steingebäude abgerissen werden musste. 1680 entstand hier ein Herrenhaus im Fachwerkstil. Nach Ende des 2. Weltkrieges sind die Eigentümer, die Herren von Wangenheim, durch die Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone enteignet worden und der Grundbesitz wurde verteilt. Viele Jahre war das Haus dem Verfall preisgegeben.

1991 kam es in Privatbesitz und wurde saniert. Seit dieser Zeit erhielt es wieder seine historische Schönheit und dient nun als Schulungszentrum und Hotel.

Vom Herrenhaus aus kann man Wanderungen in den Nationalpark Hainich unternehmen. Sehr zu empfehlen ist der von hier aus angelegte Skulpturenwanderweg mit dem Skulpturenpark in Behringen.

Weitere Informationen zum Herrenhaus Hütscheroda finden Sie auf der Website des Nationalparks Hainich sowie auf www.hotel-zumherrenhaus.de.

Rotes Schloss und Graues Schloss in Mihla

Rotes Schloss in Mihla, Foto: LRA WAK
Rotes Schloss in Mihla
Graues Schloss in Mihla, Parkseite,
Foto: Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Weimar, Fotoarchiv

Das Rote Schloss ist ein auf einem Steinsockel aufgesetzter Fachwerkbau, der auf das 16. Jh. zurückgeht. Die Mihlaer Linie der Harstalls war Bauherr. Durch tragische Umstände kamen das Rote Schloss und Teile von Mihla an die katholische Linie der Diedorfer Harstalls, später an die Creuzburger.
Von außen können das Schloss und der kleine Park besichtigt werden. 

Das Graue Schloss liegt an der Hauptstraße in Richtung Eisenach. Das Renaissanceschloss - ursprünglich eine Wasserburg - wurde im 16. Jahrhundert zu Wohnzwecken und als Familiensitz der Herren von Harstall erbaut. Chronisten vermuten die Entstehung bereits im 14. Jahrhundert. Das Schloss ist als rechteckiger dreiflügeliger Steinbau errichtet. An zwei Seiten ist ein Turm angesetzt. Im Vorderen führt eine hölzerne Wendeltreppe in die oberen Räume. Ein Schloss aus Sandstein ist in dieser geschichtlichen Epoche einmalig in Thüringen. Hohe Giebel geben dem Schloss sein unverkennbares Aussehen. Bis auf die Zentscheune, heute als Stall genutzt, sind die Nebengebäude abgerissen. Der Torbogen am Eingang wurde erst 1949 einer Straßenverbreiterung geopfert.
Das heutige Aussehen wurde 1969 bis 1971 im Zuge umfangreicher Erhaltungsarbeiten geschaffen. Dabei entstand das Restaurant, in dem Gästen gute Thüringer Küche geboten wird. Der bauliche Zustand ist gut.

Es lohnt sich auch ein kurzer Blick in die Kirche mit dem großartigen gotischen Schnitzaltar und der beeindruckenden barocken Innenausstattung. Außerdem ist Mihla ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen in den nahen Nationalpark Hainich. Auf dem Fernradweg Werratal locken Touren nach Creuzburg oder in Richtung Treffurt.

Hotel im Grauen Schloss: http://www.graues-schloss.de/
Gastronomie im Ort

Renaissanceschloss Tüngeda östlich des Naturparks Hainich

Das Tüngedaer Schloss wurde im Jahre 1582 von Hartmann von Wangenheim erbaut. 1881 ist es in die jetzige noch erhaltene Form umgestaltet worden. Zu bewundern sind vor allem der historische Stuckdekor sowie originale Renaissancedetails an Fenstern und Türen.

Heute beherbergt das Schloss unter anderem eine Heimatstube.

Weitere Besonderheiten in Tüngeda sind die Bockwindmühle sowie die im einfachen Landstilbau restaurierte Kirche. Für Wanderfreunde ist ein Spaziergang zur Harth - von wo aus ein möglicher Rundblick über die Beckenlandschaft ein Erlebnis ist - sehr zu empfehlen.

Nähere Informationen zum Schloss finden Sie auf www.thueringentourismus.de.

Burgruine Haineck bei Nazza südwestlich des Naturparks Hainich

Burgruine Haineck bei Nazza (Foto: Petra Stephan)
Burgruine Haineck bei Nazza (Foto: Petra Stephan)

In östlicher Richtung liegt über dem Ort Nazza die mittelalterliche Burgruine. Sie soll durch Landgraf Balthasar um 1392 als Schutzburg gegen räuberische Übergriffe der Eichsfelder und Mühlhäuser errichtet worden sein.

Nach wechselvoller Geschichte verfiel die Burg seit dem 17. Jh. Mit zwei Türmen und massiven Mauern ausgestattet, ist die strategische Bedeutung der Anlage zu erkennen.

Anlässlich der 600-Jahrfeier 1992 hat der Heimat- und Verkehrsverein Mihla erste Sicherungsarbeiten in die Wege geleitet und durchgeführt. Mittlerweile ist der Südturm der Burgruine zum Aussichtsturm umgebaut. Besucher finden heute die Ruine Haineck als lohnendes Ausflugsziel in herrlicher Landschaft am Nationalpark Hainich.


Schloss mit Weiher und Park in Berka vor dem Hainich

Schloss Berka v.d. Hainich Foto: Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Weimar, Fotoarchiv
Wasserburg Berka v. d. Hainich

Das Schloss, welches um 1800 auf dem Standort einer mittelalterlichen Wasserburg erbaut wurde, ist von rasenbegrünten Parkflächen und frontseitiger Teichanlage umgeben. Es ist ein schlichter Fachwerkbau mit einer Vorhalle aus ionischen Säulen. Im Oberstock befindet sich ein Festsaal mit Stuckornamenten im Rokoko-Stil an der Decke und Ofennische aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.

Die mittelalterliche Wasserburg stand auf einem fünfeckigen Wohnplateau und war allseits von Wassergräben umgeben. Im Norden ist noch ein 20 m breites teichartig erweitertes Grabensegment der Wasserburg erkennbar.

Seit Frühjahr 2000 beherbergt das Schloss eine Informationsstelle zum Nationalpark Hainich mit einer besonders für Kinder und Jugendliche interessanten Ausstellung.

Weitere Informationen finden Sie auf www.thueringen-tourismus.de.

Renaissanceschloss Behringen südlich des Nationalparks Hainich

1547 wurde ein Renaissanceschloss in Großenbehringen erbaut. Es ist bislang unbekannt, ob es auf älteren Resten steht. Das Schloss ist ein dreistöckiger Renaissancenatursteinbau, welcher einst einen Treppenturm an der nördlichen Hofseite hatte. Heute ist nur noch der Stumpf zu sehen. Im 18. Jh. wurde das Schloss umgebaut und größtenteils modernisiert.

Ein Teil der weitläufigen Parkanlage mit altem Baumbestand ist bis heute erhalten und öffentlich zugänglich. Im Park sind Skulpturen junger Künstler aus mehreren europäischen Ländern dauerhaft ausgestellt.

Im Schloss befindet sich ein Hotel mit barrierefreien Unterkünften.

Schloss Bischofroda

Schloss Bischofroda (Foto: Petra Stephan)

Am Bogenscheitel des als Fachwerk gebauten Schlosses taucht das Erbauungsjahr 1752 auf.

Über dem Schlussstein ist ein dekoratives bischöfliches Wappenrelief mit der Inschrift "IN DEO SPES MEA" zu sehen.

Die beiden Oberstöcke des Schlosses bestehen aus Fachwerk. Im nördlichen Erdgeschoss des Hauses befanden sich Gefängnisräume.

Auf rasenbegrünter Gartenfläche vor der Schauseite des Schlosses ist ein mittelalterliches Kreuz aus Kalkstein zu sehen.

guter baulicher Zustand
Besichtigung der Innenräume nicht möglich
Gastronomie im Ort

Schloss Neuscharffenberg in Wenigenlupnitz

Im Jahre 1795 fiel ein Schloss im ehemaligen Schlossgarten mit dem größten Teil des Dorfes den Flammen zum Opfer. 1847 wurde ein neues Schloss, etwas höher im Schlosspark gelegen, vom Graf von Uetterodt erbaut. Da die Burg Scharfenberg bei Thal, welche im Jahre 1450 zerstört wurde, auch im Besitz derer von Uetterodt war, ist das neue Schloss in Wenigenlupnitz als Erinnerung "Neuscharffenberg" genannt worden.

Der Schlossbau erinnert an eine mittelalterliche Burg. Das Tor ist älter als das dazugehörige Haus. Der Rundbogen trägt die Jahreszahl 1591.

Das Schloss Neuscharffenberg wechselte mehrmals den Besitzer. Nach der Rekonstruktion des gesamten Schlosses und des Neubaues an der Ostseite übernahm der Diakonieverbund Eisenach im Jahre 1991 das Schloss. Seither dient es als Wohnraum für behinderte Menschen.

stark überformter baulicher Zustand
Besichtigung der Innenräume nicht möglich
Gastronomie im Ort