Allgemeiner Artenschutz

Purpurknabenkraut, Foto: Walter Beck

Der Artenschutz dient dem Schutz und der Pflege der wild lebenden Tier- und Pflanzenarten in ihrer natürlichen und historisch gewachsenen Vielfalt. Er umfasst:

  • den Schutz der Tiere und Pflanzen und ihrer Lebensgemeinschaften vor Beeinträchtigungen,
  •  die Pflege, Entwicklung und Wiederherstellung der Lebensräume wild lebender Tier-
  • und Pflanzenarten,
  • die Ansiedlung von Tieren und Pflanzen verdrängter wild lebender Arten in geeigneten Biotopen innerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets.

Der Artenschutz ist bei jedem Bau- und Abrissvorhaben zu berücksichtigen. Auch bei der Aufstellung von Bauleitplänen, bei Infrastrukturmaßnahmen (wie z. B. beim Straßen- oder Gewässerausbau) und insbesondere bei der Errichtung von Windkraftanlagen ist stets zu prüfen, ob gesetzlich geschützte Arten betroffen sind. Bei größeren Verfahren ist daher eine "spezielle artenschutzrechtliche Prüfung" abzuarbeiten. Sind europäische Schutzgebiete, so genannte FFH- oder EG-Vogelschutzgebiete, betroffen, ist unter Umständen eine "FFH-Verträglichkeitsprüfung" durchzuführen. Beide Prüfungen ermitteln und beurteilen für ihren jeweiligen Anwendungsbereich den Einfluss der Vorhaben auf geschützte Arten bzw. Lebensräume. Deren Ergebnisse haben Einfluss auf die Zulässigkeit der Vorhaben.

Für die Bereiche...

  • Fledermausschutz und -forschung
  • Ornithologie und Vogelschutz
  • Hornissen/Wespen
  • Schmetterlinge
  • Ameisenschutz
  • Orchideen
  • Pilzberatung
  • Geologie/Mineralogie 

... sind neben der Unteren Naturschutzbehörde überwiegend ehrenamtliche Fachspezialisten im Wartburgkreis tätig (Kontakt über die UNB).