Kunst im Lichthof des Landratsamtes Wartburgkreis

Der Lichthof des Landratsamtes bietet Künstlern aus der Region die Möglichkeit, ihre Arbeiten in einem ansprechenden Ambiente einem breiten Publikum zu präsentieren.

Wärmedämmung – Damals und Heute

Eröffnung der Ausstellung "Wärmedämmung - Damals und Heute", Foto: S. Blume

Am Donnerstag, 2. Februar wurde die aktuelle Ausstellung im Landratsamt Wartburgkreis rund um das Thema „Wärmedämmung“ eröffnet. Dabei ist unter anderem die Nachbildung einer Energiesparwand aus der Bronzezeit ausgestellt. Daran ist ersichtlich, wie vor 3.400 Jahren gelebt und gedämmt wurde. Es ist äußerst plausibel, dass die Wände damals schon gut dämmten: Bei unserem Klima hätte über lange Zeiten im Winter in den Hütten sonst Frost geherrscht.

Diese Qualität wurde erst 1995 mit der damaligen Wärmeschutzverordnung wieder erreicht. In den Jahrtausenden dazwischen war der Wärmeschutz der Wände schlechter. Vier- bis sechsmal schlechter bei der Fachwerkwand, die Vollziegelwand war immer noch dreimal schlechter als die bronzezeitliche Energiesparwand. Das zeigt: Bauen mit der Natur und nicht gegen sie führt bei unserem Klima zu einem guten Wärmeschutz.

„Wenn man in der Bronzezeit schon bei zehn Zentimeter Grasdämmstoff angelangt war, wie viel mehr können wir heute tun: Unsere Dämmstoffe sind haltbarer und dämmen besser, wir besitzen dauerhaftere Techniken, gute Werkzeuge und sehr gute Handwerker“, weiß Klaus Fey von der „Hessischen Energiespar-Aktion“ (HESA), die die Ausstellung zur Wärmedämmung im Rahmen eines Projekts des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung bereitgestellt hat.

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung war Uwe Nenzel als HESA-Regionalpartner und Energieberater begehrter Ansprechpartner für zahlreiche Ratsuchende zum Thema Energieeinsparung. Den Abschluss des Eröffnungstages bildete um 17 Uhr ein Vortrag zu Möglichkeiten und Potentialen von Energiesparmaßnahmen sowie zu Fördermöglichkeiten bei der Gebäudesanierung.

Die Ausstellung wird noch bis zum 28. Februar im Mittelteil der 1. Etage des Landratsamtes zu sehen sein. Ebenso ist hier kostenloses Info-Material zu folgenden Themen erhältlich:

  • Die warme Wand
  • Typische Wände – typische Schwächen
  • Wärmedämmung zahlt sich aus
  • Wird das nicht zu dicht?
  • Schimmel in Gebäuden. Warum? Warum nicht?

Ausstellung "People & Faces"wird eröffnet

Am Mittwoch, 15. Februar, findet um 19 Uhr eine Ausstellungseröffnung im Lichthof des Landratsamtes Wartburgkreis statt.

Die Fotografin Nicole Herbst zeigt unter dem Motto "People & Faces" die facettenreiche Vielfalt von Gesichtern und Menschen.

Die Ausstellung kann bis zum 30. März besucht werden.

Geflohen, vertrieben – angekommen?

Auf dem Bild: Landrat Reinhard Krebs, Henrik Hug, Geschäftsführer Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. Landesverband Thüringen und Stephan Panhans, Koordinator für Migration und Integration im Landratsamt Wartburgkreis. Foto: S. Blume

Im Rahmen der interkulturellen Woche, die noch bis zum 1. Oktober im Wartburgkreis stattfindet, ist seit Montag die Ausstellung „Geflohen, vertrieben – angekommen!?“ des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. in Bad Salzungen zu sehen. Die spannende Schau bietet im Erdgeschoss des Landratsamtes Wartburgkreis einen Gesamtüberblick zum Thema Gewaltmigration im 20. und 21. Jahrhundert. Dabei werden historische Begebenheiten in Bezug zur aktuellen Flüchtlingsproblematik gesetzt.

„Das ist eine mutige Ausstellung“, lobte Landrat Reinhard Krebs im Rahmen der Eröffnung. Denn der Vergleich der Vertreibung nach dem 2. Weltkrieg mit der aktuellen Flüchtlingsbewegung sei nicht unumstritten. „Menschliches Leid aber ist vergleichbar, auch wenn es aus unterschiedlichen Gründen entstand“, so Krebs weiter. „Die Bilder, die Ende des letzten Jahres in den Medien zu sehen waren, erinnerten an die Trecks der Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg: Menschen, die ihre Heimat aus Angst vor Gewalt und Elend verlassen mussten und oft nicht mehr besaßen als sie am Leibe trugen; viele von ihnen hatten ihre Angehörigen verloren oder waren von den Kriegsereignissen traumatisiert.“

Die Ausstellung, die der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge aktuell im Landratsamt, aber auch an weiteren Orten in Thüringen zeigt, lässt sich von den Fragenstellungen der aktuellen Flüchtlingswelle leiten. Mit Blick in die Vergangenheit zeigt sie auf, wie Mechanismen der Gewaltmigration funktionieren, aber auch, wie die Opfer dort, wo sie ankommen, mit ihrer neuen Situation zurechtkommen. Ziel des historisch geprägten Teils der Ausstellung ist es, die Erinnerung an die Ereignisse der Flucht und Vertreibung der Deutschen von 1933 bis 1945/46 in einer europäischen Perspektive zu beleben.

Die Ausstellung ist insbesondere auch für Schulen geeignet. Zur Ausstellung gehören diverse Arbeitsblätter und Begleitmaterialien, mit denen sich Schüler Inhalte erschließen und diskutieren sowie Einzelaspekte vertiefen können. Diese Unterlagen können unter www.volksbund.de/thueringen angefordert werden.
Der Ausstellungsbesuch lässt sich noch thematisch mit der Fotoausstellung „With my eyes“ verbinden, die ebenfalls im Rahmen der interkulturellen Woche im Mehrgenerationenhaus Bad Salzungen eröffnet wurde und anhand von Portraitfotos Geschichten von Flüchtlingen aus unserer Region erzählt. Beide Ausstellungen werden bis Ende Oktober zu sehen sein.

Näheres finden Sie im Flyer zur Ausstellung.