Der neue Nahverkehrsplan - ein entscheidender Schritt in die Zukunft der Region

Landrat Reinhard Krebs, Foto: Heiko Matz

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

nach gerade zwei Jahren Laufzeit kommen wir in diesem Frühling in eine entscheidende Phase der Umsetzung des Strategiekonzeptes für den öffentlichen Personennahverkehr in der Wartburgregion. Aktuell steht der neue Nahverkehrsplan für 2017 bis 2022 zur Anhörung und in wenigen Tagen werden der Kreistag des Wartburgkreises und der Stadtrat in Eisenach Beschlüsse dazu fassen.

Der Nahverkehrsplan regelt die Rahmenbedingungen für den öffentlichen Personennahverkehr. Er ist gesetzlich vorgeschrieben und beispielsweise entscheidend für den Erhalt von Fördermitteln durch den Freistaat Thüringen. Der Nahverkehrsplan ist zudem auch bestimmt von gesetzlichen Anforderungen und Richtlinien, die europaweit gelten. Der aktuelle Nahverkehrsplan ist im Dezember 2016 ausgelaufen. Zudem haben sich EU-Richtlinien – beispielsweise bei der Vergabe von Konzessionen an private Busunternehmen – geändert.

Die Vorkehrungen, die wir gerade treffen, sind darauf ausgerichtet, dass wir die neuen gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Zugleich nutzen wir die Gelegenheit, den ÖPNV auch insgesamt attraktiver zu machen und neben der Schülerbeförderung, die etwa 80 Prozent des ÖPNV ausmacht, auch für den Berufsverkehr, für Pendler und Touristen noch bessere und attraktivere Angebote zu schaffen. Dabei sind wir auf einem sehr guten Weg.

Der Nahverkehrsplan läuft zeitlich mit der Umsetzung des Strategiekonzeptes zusammen, ohne jedoch, dass im Nahverkehrsplan bereits alle Ergebnisse des Konzeptes enthalten wären. Das ist wichtig zu unterscheiden und erklärt auch, warum wir parallel am Modellprojekt des Bundes zur Daseinsvorsorge und Mobilität teilnehmen, dessen Ergebnisse ebenfalls in die Umsetzung des Strategiekonzeptes einfließen. Das Strategiekonzept umfasst eine grundlegende Überprüfung und Neuausrichtung des Angebotes sowie der tariflichen und organisatorischen Strukturen im ÖPNV.

Es hat unter anderem auch die Aufgabe, die Stadtverkehre von Eisenach und Bad Salzungen und den Überlandverkehr der Wartburgregion erstmals gemeinsam von einer Anstalt öffentlichen Rechts verantworten zu lassen. Daher werden mit dem neuen Nahverkehrsplan die Kreisbeteiligungen PNG und KVG in diese Anstalt öffentlichen Rechts unter dem Management der Verkehrsgesellschaft Wartburgkreis mbH (VGW) übergehen.

Mit dem neuen Nahverkehrsplan haben wir einen entscheidenden Schritt in die gemeinsame Zukunft von Eisenach und Wartburgkreis gemacht und zugleich dafür gesorgt, dass die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel in unserer Region schon ein Stück attraktiver geworden ist.

Ihr Landrat Reinhard Krebs

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