Landschaftspflege mit Schafen und Ziegen im Grünen Band

Ein allzeit freies Sichtfeld im direkt an der Grenze gelegenen Geländestreifen war für die DDR-Grenzer wichtig. So wurde dieser Streifen regelmäßig offen gehalten und dafür gemäht, gelegentlich entbuscht und teilweise auch geeggt — nicht aber gedüngt. Als Folge dieser nicht auf Produktion gerichteten »Nutzung« hatten sich hier nährstoffarme und offene Lebensräume gebildet und erhalten, welche andernorts selten geworden waren. Der Grenzstreifen war auch zum Rückzugsgebiet für viele gefährdete Tier- und Pflanzenarten geworden.

Schafherde mit Ziegen Mit dem Fall der Grenze endete diese »Nutzung«. Die besonderen Lebensräume drohten zu verschwinden: Ohne menschliches Zutun würden erst Gebüsche, später sogar Wald entstehen. Auch eine normale landwirtschaftliche Nutzung der Flächen hätte meist das »Aus« für die wertvollen Lebensräume und für viele hierfür typische Tier- und Pflanzenarten bedeutet: Die Düngung bisher ungedüngter Flächen, der Umbruch für eine Ackernutzung, oder auch nur eine großflächige Geländenivellierung und Entfernung von Sträuchern und Altgrasbeständen hätte zu einer Angleichung an die normalen Landwirtschaftsflächen in der Umgebung geführt.

Um den Wert des »Grünen Bandes« für die Natur zu erhalten, musste also eine Nutzung gefunden werden, mit der die Flächen offen gehalten wurden, die aber weiterhin sehr extensiv war und zum Beispiel auf Düngung verzichtete.

Ziegen Genau diese Anforderungen erfüllt die traditionelle Schafbeweidung, und so werden seit etwa 1995 weite Bereiche des »Grünen Bandes« im südlichen Wartburgkreis mit Schafen und Ziegen in Hüteschafhaltung beweidet.


Fotos: Biedermann

Die Führungsstelle (FÜSt)

Der hier bei Wiesenfeld gelegene Beobachtungsturm war Sitz einer Führungsstelle, die die Überwachung des Grenzabschnittes verantwortlich übernahmen. Bis zu sechs Soldaten hatten hier Wachdienst. Der Beobachtungsturm verfügte über Strom- und Telefonanschlüsse, umfangreiche Überwachungstechnik und große Suchscheinwerfer. Auch Signale vom Grenzsignalzaun kamen hier an.

Nähere Informationen zur Führungsstelle (FÜSt) und dem Kolonnenweg (KW) bei Wiesenfeld finden Sie auf den Infotafeln »Grenzlehrpfad POINT ALPHA«.

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Information

www.rhoen.de
www.pointalpha.com


Einkehrmöglichkeiten
in Buttlar, Grüsselbach, Geisa, Borsch und Rasdorf



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Karte Wiesenfeld

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  2. Geschleifte Hofstelle
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