Vitzeröder KreuzDas Vitzeröder Kreuz - 1530 erstmals genannt - ist ein markanter Höhenpunkt mit 383 m ü.NN. Bereits im Jahr 786 lehnte sich die Dorndorfer Markgrenze in diesem Bereich an die Hoha Strazza an. Der Wegezug querte bei Vacha die Werra und folgte dem Kamm des Bergrückens bis nördlich Frauensee, um dann Richtung Eisenach abzuschwenken. Im hohen Mittelalter wurde die – Frankfurt - Leipziger Straße genannte – Verbindung in die Täler über Vacha, Oberzella und Kieselbach bzw. Frauensee in Richtung Marksuhl und Eisenach verlegt. Damit wurde die alte Hochstraße zum verbotenen zollfreien Weg - zum Diebspfad. Parallel hierzu verlief die Kurze Hessen bezeichnete Route von Hersfeld über Friedewald, Berka bzw. Gerstungen nach Eisenach. Die Querverbindung zwischen Berka und Vacha über das Vitzeröder Kreuz - hier auch Pilgeramweg genannt - benutzte Napoleon auf seinem Rückzug von der Leipziger Völkerschlacht 1813. GrenzsituationSchon im 8. Jh. stießen hier die Einflussgebiete der Klöster Fulda und Hersfeld aneinander. Im Süden die hersfeldische Mark Dorndorf - im Norden die fuldischen Besitzungen um Berka und Gerstungen. Im 18. Jh. gehörte Oberzella zur Vogtei Kreuzberg, Vitzeroda zum hessischen Amt Friedewald, beide damit zur Landgrafschaft Hessen. ![]() Öffnung der Grenze ![]() Gasteroda 1816 kamen Vitzeroda, Abteroda, Gasteroda, Oberzella, Niederndorf, Schwenge und Heiligenroda von Hessen an Sachsen-Weimar. Damit waren die Weichen für die Zugehörigkeit nach 1945 gestellt. Vitzeroda und Oberzella lagen am westlichen Rand der sowjetischen Besatzungszone. Beide Orte trennte zudem innerhalb der DDR die Bezirksgrenze Erfurt/Suhl. Die Napoleonstrasse über das Vitzeröder Kreuz war gesperrt. Nach Öffnung der Berliner Mauer am 09.11.1989 wurde auch zwischen dem Vitzeröder Kreuz und Heringen am 12.04.1990 ein Grenzübergang eingerichtet. GasterodaAb den fünfziger Jahren wurde der Ort durch das DDR-Grenzregime nach und nach entvölkert. In Gasteroda blieb lediglich ein Haus stehen. 1946 gab es noch 46 Einwohner in 6 Gehöften, 1965 noch 28 Einwohner in 4 Gehöften. |
|
Foto: O.Töpfer Einkehr- und Über- nachtungsmöglichkeiten Tourist-Information Tourist-Information Weiter nach Norden Weiter nach Süden |
|
![]() |
Legende
|
Kartengrundlage: TK25 N, Veröffentlichung gemäß Vereinbarung vom 10.05.2000 zwischen TLVermA und TMLNU