Stadt Vacha

Werrabrücke

Hier querte schon im frühen Mittelalter ein Wegezug – später Frankfurt- Leipziger-Strasse genannt (B 84) – den Fluss. Stadt und Brücke werden 1186 als zum Stift Fulda gehörig erwähnt. Im späten Mittelalter war die dreiarmige Werra durch zwei Brücken überspannt, die durch Hochwasser 1342 zerstört wurden. Ab 1600 wurden beide Brücken zu einem 17-bögigen Bauwerk mit über 200 m Länge verbunden, 1802-06 reduzierte man die Brücke auf die heute noch vorhandenen 14 Bögen. 1813 erfolgte der Rückzug der bei Leipzig geschlagenen Armee Napoleons über Vacha. Die deutsche Wehrmacht sprengte 1945 zwei Bögen. Seit den fünfziger Jahren benutzten nur noch die Grenztruppen die Brücke. Dies änderte sich erst am 12.11.1989 mit der Grenzöffnung zwischen Vacha und Philippsthal.

Seit dem 03.10.1990 wird die Werrabrücke Brücke der Einheit genannt. Die letzte Sanierung der Brücke erfolgte 1993/94.

Grenzsituation

Historische Stadtansicht Vacha Bereits 786 grenzten hier die Territorien der Klöster Fulda und Hersfeld aneinander. Im 12. Jh. symbolisiert durch die Stadt Vacha und das Hersfelder Tochterkloster Kreuzberg (Philippsthal). Ab 1648 gehörten beide Ufer der Werra zur Landgrafschaft Hessen. Vacha und Oberzella fielen 1816 an Sachsen-Weimar. Damit waren die Weichen für die Zugehörigkeit nach 1945 gestellt. Vacha lag in der sowjetischen und Philippsthal in der amerikanischen Besatzungszone. Durch die unmittelbare Nachbarschaft bedingt kam es im Bereich der Brücke zu bemerkenswerten Vorgängen. So war die sowjetische Kommandantur Vachas bis 1947 im direkt angrenzenden hessischen Weidenhain, das bis dahin von Vacha aus versorgt wurde. Hier steht auch das Haus auf der Grenze, die alte Hoßfeldsche Druckerei. Am Südufer der Werra entstand 1962 die erste Mauer an der innerdeutschen Grenze. Hinter der Mauer steht ein Viereckturm, eine sogenannte Führungsstelle. Der Rundturm auf der Brücke wurde nach der Wende entfernt, natürlich auch die Flusssperranlagen in Werra und Öchse.

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Werrarücke in Vacha

Foto: M.Kirsten



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Legende

  1. Grenzturm/ Mauerrest
  2. geschleifte Hofstellen
    Hof Fam. Mosebach
    Hospital
    Hof Fam. W.Große
    Baugeschäft R.Große
  3. Haus Hoßfeld
  4. Museum Burg Wendelstein
  5. Schloss Philippsthal
  6. Wüstung Niederndorf
  7. Wüstung Schwenge
  8. Wüstung Heiligenroda

Blaue Markierung:
Gedächtniswanderweg geschleifte Höfe, Vacha, Oberzella, Heiligenroda
Länge: 14 km

Impressum

Kartengrundlage: TK25 N, Veröffentlichung gemäß Vereinbarung vom 10.05.2000 zwischen TLVermA und TMLNU