Gehölzsukzession im GrenzstreifenBis 1989 hielten die Grenztruppen der DDR den Streifen zwischen Kolonnenweg und der markierten Grenze offen. Regelmäßig wurden für eine gute Sicht über die Staatsgrenze West weite Teile des meist 80 bis 100 m breiten Grenzstreifens gemäht und von Gehölzen befreit. Nach dem Rückbau der Grenzanlagen konnten sich auf nicht genutzten Flächen rasch Gehölze ansiedeln und ausbreiten. Es entwickelten sich viele Hecken und Gebüsche. ![]() Foto: Biedermann Gut strukturierte Hecken sind Lebensräume mit besonders hoher biologischer Vielfalt. Sie bestehen meist aus Schlehen, Hartriegel, Heckenrosen und Weißdorn. In den vorgelagerten Saumstreifen wachsen Großes Windröschen, Schlüsselblume, Wachtelweizen und Orchideen. Hecken sind wertvolle Lebensräume für Zauneidechsen, Glattnattern und den Zaunkönig. In den blütenreichen Staudensäumen leben viele Schmetterlinge, Heuschrecken und Hautflügler. Wenn der Mensch nichts unternimmt, entwickeln sich aus den Hecken über Jahrzehnte Wälder. Die typischen Arten der Hecken (auch typische Arten des Grünen Bandes) würden verschwinden. Für den Erhalt der besonderen Artenvielfalt im ehemaligen Grenzstreifen wird daher von Seiten der Naturschutzstellen oft ein Nebeneinander von extensiv genutzten Offenlandflächen und Heckenlebensräumen angestrebt. Auch in der kleingliedrigen bäuerlichen Kulturlandschaft beherbergt gerade diese Mischung an Lebensräumen zahlreiche — auch gefährdete — Pflanzen- und Tierarten. Zudem bereichert dieses reizvolle Nebeneinander das Landschaftsbild. Geschleifte HöfeWassermannshof |
|
Information
Einheitsgemeinde Rockenstuhl Einkehrmöglichkeiten Weiter nach Norden Weiter nach Süden |
|
![]() |
Legende
Naturschutzgebiete (NSG)
|
Kartengrundlage: TK25 N, Veröffentlichung gemäß Vereinbarung vom 10.05.2000 zwischen TLVermA und TMLNU