Schwarzer Stock

Historische Kartenansicht (Ausschnitt) Schon im Jahr 786 ist der Grenzweg als Hoha Strazza bezeugt. Er kam von der Werra und führte über den Höhenzug nördlich Philippsthal bis nach Wünschensuhl. Ab dem Hochmittelalter verlagerte sich der Verkehr in die nun besser befahrbaren Tallagen, in unserem Gebiet auf die Frankfurt-Leipziger Straße über Vacha, Oberzella, Frauensee nach Marksuhl. Die alte Route wurde zum verbotenen Weg - zum Diebspfad. Entlang der Hohen Straße gab es verschiedene Wegmarken. An unserem Standort befanden sich seit dem Mittelalter zwei Heiligenstöcke. Auf der Mercator-Karte von 1592 im schwarzen Stock - auf der Schleensteinkarte von ca. 1710 bei den schwarzen Stöcken genannt. Diese Relikte erinnern an eine grenznahe Wegekreuzung, die zwei kirchliche Territorien trennte: Das fuldische Gericht Heringen im Nordwesten vom hersfeldischen Gebiet des Klosters Kreuzberg im Südosten.

Der Diebspfad

Der Diebspfad nahm seinen Anfang im Burgholz (gegenüber Heimboldshausen) und führte über den Schwarzen Stock, das Vitzeröder Kreuz, die Geschworene Eiche, das Lehnhaus bis nach Wünschensuhl. Urkundlich erscheint er 1499 nördlich von Frauensee als Diebessteg; 1526 als Diebspfad. Sein Namensursprung dürfte im Althochdeutschen liegen. Diot bedeutet Volk. Es konnte also jedermann den Weg benutzen. Schon 786 wird gerade der Bereich nördlich Frauensee als popularem plateam - als volkstümliche Straße - bezeichnet. Erst als im späten Mittelalter die Fürsten ihre Geleitsrechte für die Kaufleute von der Tatsache abhängig machten, dass diese bestimmte Straßen und Wege benutzen mussten, wurde dieser alte Weg verboten. Jene, die ihn dennoch benutzten, waren Diebe, denn sie stahlen der Obrigkeit den zustehenden Geldbetrag.

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Foto: O.Töpfer


Einkehr- und Über- nachtungsmöglichkeiten
in Vacha, Heringen, Oberzella und Philippsthal



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Museum
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Karte Schwarzer Stock

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  2. Historische Grenzsteine
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Impressum

Kartengrundlage: TK25 N, Veröffentlichung gemäß Vereinbarung vom 10.05.2000 zwischen TLVermA und TMLNU