Neustädt

An der Stelle der Schautafel stand einst eine Buche, in deren Rinde eine Kirche eingeritzt war. Ein Schäfer habe in der Waldeinsamkeit gleichzeitig das Geläut aus mehreren Dörfern gehört. Von hier lohnt sich der Aufstieg zum wenig entfernten Wartburgblick. Das Landschaftsbild ist beeindruckend und geschichtlich aussagekräftig. In stolzer Höhe sehen wir die Residenz der Landgrafen, die in Thüringen die höhere Gewalt ausübten, darunter die Brandenburg als Vasallenlehen; die Brandenburger hatten das Burggrafenamt auf der Wartburg inne.

Kohlbachshaus Der Wald diesseits ist aus landesfürstlichem Besitz hervorgegangener Staatswald. Prägend ist insbesondere das unweit gelegene anmutige Kohlbachtal. Im Mittelalter soll sich darin ein Kloster befunden haben. Urkundlich nachweisbar ist dagegen ein Meierhof, an dessen Stelle sich heute ein kleines Jagd- und Forsthaus befindet. Etwas weiter westlich sprudelt die gefasste Kohlbachquelle, deren Wasser sogar heilende Wirkung haben soll. Die Spiegelung des mehrfach im Tal gestauten Bachwassers belebt den Anblick der Waldlandschaft.

Dem Namen nach haben einmal Köhler im Tal gearbeitet. Deutlichere Spuren hinterließen Glasbrenner, deren Hütte sich unterhalb dieser Höhe befand. Familien, welche dieses Gewerbe betrieben, hüteten das Fachwissen als strenges Geheimnis. Deren Handwerk verbrauchte viel Holz, was die Ausplünderung ganzer Waldbereiche zur Folge hatte. Dann zogen sie weiter.

Rundwanderweg

Karte Neustädt Der Rundweg führt zunächst an der historischen Stätte der Glashütte und des Meierhofes vorbei - hier ist er Teil eines Waldlehrpfades - zur Bettelbank, einem Ort am Waldrand zum angenehmen Verweilen mit schöner Aussicht. Weiter führt er hinab in den durch Schloss mit Storchennest markierten früheren fürstlichen Amts- und Marktflecken Gerstungen, von dort über die Werra auf die östliche Begrenzung des breiten Tales, das teilweise unter Naturschutz steht, wobei ein infolge des Kalten Krieges spontan gebauter Bahndamm zu einem kleinen Umweg zwingt. Malerisch zwischen Waldrand und dem Grünsaum der Werra gelegen, verläuft der Weg sodann in das freundliche Bauern- und frühere Fischerdorf Sallmannshausen.

Nunmehr wendet sich der Weg. Zunächst zieht der Dorfplatz in Neustädt mit dem Ziehbrunnen die Aufmerksamkeit auf sich. Wenn man die Autobahn unterquert hat, wird man sogleich vom Wald aufgenommen. Der schön gelegene Neustädter Festplatz bietet eine Möglichkeit zur Rast. Das Plätschern des dort aus der Tiefe des Forstes zum Dorf fließenden Baches geleitet sicher zum Anstieg hinauf zum Ausgangspunkt.

Startseite

Ziehbrunnen in Neustädt

Einkehr- und Über- nachtungsmöglichkeiten
in Lauchröden, Sallmannshausen,
Herleshausen und Wommen



Weiter nach Norden

Lauchröden


Weiter nach Süden

Gerstungen



Legende

  1. Kohlbachquelle
  2. Ziehbrunnen in Neustädt
  3. Beginn des "Sallmannshäuser Rennsteigs"

Naturschutzgebiet (NSG)
Alte Werra


Wasserwandern auf der Werra von Vacha nach Treffurt

Impressum

Kartengrundlage: TK25 N, Veröffentlichung gemäß Vereinbarung vom 10.05.2000 zwischen TLVermA und TMLNU