Naturschutzgebiete an der ehemaligen innerdeutschen Grenze

Das Grenzregime – Belastung für die Menschen, Chance für die Natur

Braunkehlchen
Braunkehlchen
Zeichnung: Berthold Faust

In Folge der Grenzöffnung 1989 und der nun möglichen Zugänglichkeit des ehemals versperrten Grenzgebietes wurde schnell klar, dass sich in den 30 Jahren des Grenzregimes die Natur an der Grenze und in deren unmittelbarem Hinterland weitgehend unberührt hatte entwickeln können: Die fehlende oder extensive landwirtschaftliche Nutzung und weitere Faktoren hatten hier wertvolle Lebensräume in großer Vielfalt und Ausdehnung, wie z.B. ausgedehnte Bracheflächen und Heiden, entstehen lassen. Hier kamen noch viele Pflanzen- und Tierarten, wie z.B. das Braunkehlchen, vor, die in der intensiv genutzten Kulturlandschaft selten geworden waren. Auch gegen Störungen empfindliche Tierarten wie der Schwarzstorch hatten von der relativen »Ruhe« des Grenzgebietes – geringe Erschließung durch Wege und Straßen, kein Tourismus, usw. – profitiert und brüteten hier noch.

Schutz durch Naturschutzgebietsausweisung

Bekassine
Bekassine
Zeichnung: Berthold Faust

Unmittelbar nach der Grenzöffnung setzten Bemühungen von engagierten Bürgern und staatlichen Stellen ein, die im Grenzbereich vorhandenen Naturschätze dauerhaft zu sichern und für nachkommende Generationen zu erhalten. Bereits im Herbst 1990 konnten mit der Unterschutzstellungsverordnung zum Thüringer Teil des Biosphärenreservats Rhön mehrere Gebiete als Naturschutzgebiet gesichert werden. Mittlerweile sind im Thüringer Bereich an der ehemaligen innerdeutschen Grenze mehr als 40 Naturschutzgebiete ausgewiesen (Stand 2005). Wie eine Perlenkette sind sie entlang des so genannten Grünen Bandes aufgereiht.

Das Naturschutzgebiet »Horbel-Hoflar-Birkenberg«

Eines der bereits im Herbst 1990 unter Schutz gestellten Gebiete ist das Naturschutzgebiet »Horbel-Hoflar-Birkenberg«. Das Naturschutzgebiet zieht sich als ein bis zu 1,5 km breiter und ca. 8 km langer Streifen entlang der hessisch-thüringischen Landesgrenze etwa von der Höhe von Empfertshausen (Wartburgkreis) im Norden bis nordwestlich von Unterweid (Landkreis Schmalkalden-Meiningen) im Süden.

Neuntöter, Zeichnung von Berthold Faust
Neuntöter
Zeichnung: Berthold Faust

Es umfasst einen typischen und sehr reichhaltig gegliederten Landschaftsausschnitt des ehemaligen Grenzgebietes in der Vorderrhön. Zu den besonders wertvollen Bereichen des Gebietes gehören große Feuchtgrünlandkomplexe in seinem nördlichen Teil, sowie ausgedehnte Heckenlandschaften und Halbtrockenrasen (Hutungen) in seinem südlichen Teil bei Unterweid.

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36452 Kaltennordheim

Fon 036966 - 81220
Fax 036966 - 7349

www.rhoen.de


Einkehrmöglichkeiten
in Andenhausen, Tann und Theobaldshof



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Andenhausen


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Zukünftig finden Sie hier einen Link zum direkt anschließenden Grenzwanderweg Dreiländereck nach Birx.

Karte Klings

Legende

1.
Ehemaliger Grenzturm
4.
Grenzlehrpfad Andenhausen- Klings
7.
Der Hochrhöner Premiumwanderweg


Naturschutzgebiete (NSG)

  1. Horbel-Hoflar-Birkenberg

Impressum

Kartengrundlage: TK25 N, Veröffentlichung gemäß Vereinbarung vom 10.05.2000 zwischen TLVermA und TMLNU