Schutz des europäischen Naturerbes
auch am GRÜNEN BAND

Das europäische Schutzgebietsnetz »Natura 2000«

»Rettet den tropischen Regenwald. Er ist ein einmaliges Naturerbe unserer Erde.« — Einen solchen Satz würde wohl jeder uneingeschränkt unterschreiben.

Dass es auch ein »europäisches Naturerbe« gibt, ist weniger bekannt. Es gibt viele Tier- und Pflanzenarten sowie Lebensräume, die ausschließlich oder überwiegend hier in Europa vorkommen. Dazu gehören auch für uns so »gewöhnliche« Lebensräume wie Rotbuchenwälder, oder Arten wie der Rotmilan. Die Bestände vieler Arten und Lebensräume dieses europäischen Naturerbes nehmen ab. Für die Bewahrung dieser Arten und Lebensräume hat Europa damit eine besondere Verantwortung.

Um dieser Verantwortung nachzukommen, haben die Staaten der EU mit der Europäischen Vogelschutzrichtlinie und der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (»FFH-Richtlinie«) gemeinsame Schutzanstrengungen beschlossen. Ein wichtiger Teil davon ist der Aufbau eines europäischen Schutzgebietsnetzes mit dem Namen »Natura 2000«. In den »Natura 2000«-Gebieten sollen die Arten und Lebensräume des europäischen Naturerbes ausreichend (Über-) Lebensraum haben und Schutz genießen, damit die biologische Vielfalt erhalten bleibt.

Europäisches Schutzgebietsnetze Natura 2000
Karte: Zahlreiche Gebiete der Rhön wurden als Europäisches Vogelschutzgebiet (waagerechte Schraffur) oder als FFH-Gebiet (diagonale Schraffur) ausgewählt und an die EU gemeldet (eingeschlossene Naturschutzgebiete: grau unterlegt). Diese Gebiete sind Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes »Natura 2000« und unterstreichen die Bedeutung der Rhön für den Erhalt des europäischen Naturerbes.
Quelle für Karte: LINFOS (Landschaftsinformationssystem der TLUG), Meldestand der Gebiete 28.05.2004

Alle Staaten der EU tragen durch Auswahl und Meldung von dafür besonders geeigneten Gebieten zum Aufbau dieses Netzes bei. Auch zahlreiche Gebiete der Rhön wurden als zukünftige FFH-Gebiete oder Europäische Vogelschutzgebiete — die Bausteine von »Natura 2000« — an die EU gemeldet. Im Zentrum der Schutzbemühungen für diese »Natura 2000«-Gebiete der Rhön stehen unter anderem Rotbuchenwälder, Kalkmagerrasen und Basaltblockhalden, verschiedene Vogelarten wie Birkhuhn, Schwarzstorch und Rotmilan, mehrere Fledermausarten und auch Gewässerorganismen, wie Westgroppe und Bachneunauge.

Der Wanderweg zum »Grünen Band« durchquert an vielen Stellen Gebiete dieses europäischen Schutzgebietsnetzes oder verläuft in deren Nähe (siehe Karte oben).

Scheu: Schwarzstorch
Bild: Berthold Faust

Den scheuen Schwarzstorch wird man nur selten zu Gesicht bekommen, z.B. wenn er auf der Nahrungssuche das Gebiet überfliegt. Der Schwarzstorch ist im Anhang I zur Europäischen Vogelschutzrichtlinie aufgeführt. Das bedeutet, dass Europa eine besondere Verantwortung für den Erhalt dieser Vogelart hat und dafür besondere Schutzmaßnahmen ergriffen werden müssen.


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Information

Einheitsgemeinde Rockenstuhl
Fon 036967 - 71011
Fax 036967 - 50676

www.rhoen.de


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Spahl


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Kartengrundlage: TK25 N, Veröffentlichung gemäß Vereinbarung vom 10.05.2000 zwischen TLVermA und TMLNU