Salzberg und RitterburgDas weite Gerstunger Becken wird an seiner Westseite von den Ausläufern des Seulingswaldes umrahmt. Der Seulingswald ist heute ein großes und geschlossenes Waldgebiet. Das war nicht immer so, denn im hohen Mittelalter war er besiedelt, wovon die Reste mehrerer alter Dörfer künden. Burg HornsbergDas Kloster Fulda hatte im hohen Mittelalter im Werratal bei Heringen umfangreichen Landbesitz und erbaute wohl um 1150 eine Burg auf der Hornungskuppe. Das nach der Burg benannte Adelsgeschlecht der Herren von Hornsberg wurde 1239 erstmals erwähnt. Auf einem weit in das Gerstunger Becken ragenden Ausläufer des Seulingswaldes gelegen, hatte die Burg eine günstige Lage zur Überwachung des Verkehrs auf alten Handelstraßen zu den Werrafurten. Von der Burg selbst sind nur noch geringe Mauerreste im Wald zu sehen. Seit dem 15. Jahrhundert verläuft über den Kamm der Hornungskuppe die Grenze zwischen Thüringen und Hessen und damit von 1949 bis 1989 auch die innerdeutsche Grenze. Das Gebiet um die Hornungskuppe ist durch schöne Wanderwege erschlossen. Der „Monte Kali” und die Grenze![]() Foto: M.Würz Der Monte Kali, die Rückstandshalde des Kaliwerks Wintershall, ist eine auffällige Landmarke im mittleren Werratal. Der in den letzten 30 Jahren aus Salz aufgeschüttete Berg ist bis 520 m über NN hoch. Davon macht die eigentliche Salzaufschüttung maximal 220 m aus. Jeden Tag wächst der Berg um etwa 20.000 Tonnen Material an. Führungen auf den Monte Kali vermittelt das Werra-Kalibergbau-Museum in Heringen (Telefon 06624/919413). Mitte der 1980er Jahre wurde es notwendig, mit Planungen zur Erweiterung des Monte Kali zu beginnen. Eine der geprüften Varianten war, eine neue Halde auf DDR-Gebiet anzulegen. Die neue Halde sollte im sogenannten Dankmarshäuser Zipfel entstehen, insgesamt 225 Mio. Tonnen Salz aufnehmen und für mehrere Jahrzehnte Nutzung ausreichen. Für jede Tonne des zur Halde gebrachten Materials war vorgesehen, der DDR einen festen Betrag für die Nutzung ihres Territoriums zu zahlen. Von der DDR wurde gefordert, die Betriebsführung für die Halde in ihre Hand zu übergeben. Damit hätte die DDR jedoch die Möglichkeit erhalten, etwa bei politischen oder sonstigen Missstimmungen die Halde jederzeit zu sperren und damit einen westdeutschen Großbetrieb zu blockieren. Darauf wollte sich die Kali und Salz AG als Betreiber des Kaliwerks Wintershall in Heringen nicht einlassen. Obwohl eingehende Verhandlungen geführt wurden, ist das Projekt schließlich an der Frage der Betriebsführerschaft gescheitert. Es wurde eine Erweiterungsfläche für den Monte Kali auf westdeutschem Gebiet gefunden. |
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Foto: M.Würz Einkehr- und Über- nachtungsmöglichkeiten Weiter nach Norden Weiter nach Süden |
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Legende
Naturschutzgebiet (NSG) |
Kartengrundlage: TK25 N, Veröffentlichung gemäß Vereinbarung vom 10.05.2000 zwischen TLVermA und TMLNU