Artenschutz-Turm GeismarViele Tierarten haben sich den menschlichen Siedlungen eng angeschlossen und leben bevorzugt in Gebäuden. Durch Renovierung und Modernisierung verschwinden viele Unterschlupf- und Brutmöglichkeiten. Deshalb ist es lobenswert, wenn in hohen Wohngebäuden, Kirchen und Türmen geeignete Einflugöffnungen erhalten und im Inneren Bruträume geschaffen werden. Dieser ehemalige Grenzturm wurde 2005 mit Naturschutz-Fördermitteln des Thüringer Ministeriums für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt von der Einheitsgemeinde Rockenstuhl zu einem Wohnkomplex für geschützte Vögel und Fledermäuse umgestaltet. Über 20 artenspezifische Nistkästen bieten Schleiereulen, Dohlen, Turmfalken und anderen Höhlenbrütern geeignete Brutmöglichkeiten. Für Fledermäuse wurden verschiedenste Spaltenhohlräume als Sommer- und Übergangsquartiere geschaffen. Ziel des gemeinsamen Projektes von Gemeinde, Flurneuordnung und Naturschutz ist es, für gefährdete und seltene Tiere zusätzliche Bruträume und Ruheplätze zu bieten. Die schutzbedürftigen Arten sollen sich im Turm ungestört aufhalten und erfolgreich fortpflanzen können. Schleiereule
Turmfalke
Dohle
Zu weiteren schutzbedürftigen Arten, die in diesem Artenschutz-Turm und in der unmittelbaren Umgebung Unterschlupf finden können, gehören: Mauersegler, Bachstelze, Meisen, Amphibien und Reptilien. Fotos: K. Schmidt |
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Legende
Naturschutzgebiete (NSG)
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Kartengrundlage: TK25 N, Veröffentlichung gemäß Vereinbarung vom 10.05.2000 zwischen TLVermA und TMLNU