Der Dankmarshäuser Rhäden

Dankmarshausener Rhäden In diesem Abschnitt des Grünen Bandes dominiert die Rhädensenke. Sie wird umgeben von den Ausläufern des Richelsdorfer Gebirges, dem Seulingswald und im Südosten vom Flusslauf der Werra. Das einstige Moorgebiet des Rhädens ist heute wieder zu einem wertvollen Naturschutzgebiet umgewandelt worden.

Rhädennutzung im Einklang mit der Natur

Hier kam nach der Wende wieder zusammen, was zusammen gehört. Diese urwüchsige Landschaft forderte schon immer den Gemeinschaftsgeist der angrenzenden Dörfer. War es in der Vergangenheit das Ziel der Trockenlegung und Nutzung für die Landwirtschaft, so ist es heute der Schutz der Natur.

40 Jahre Rhäden Ost und Rhäden West

Doch die Schrecken der jüngsten Vergangenheit sind noch nicht vergessen, die Teilung unseres Vaterlandes und auch des Rhädens in Ost und West. Die Grenze, ausgebaut mit einem Minengürtel, zerschnitt dieses Gebiet. Zwei junge Menschen mussten ihre Fluchtversuche hier mit ihrem Leben bezahlen.

Ehemalige Mühlen, die der Grenzziehung zum Opfer fielen

Sandmühle Zwei Mühlen, die Steinhäuser Mühle der Familie Hassebrauk und die Sandmühle der Familie Führer, unmittelbar in der Nähe an der Landesstraße gelegen, wurden geschleift, um die Sicht- und Schussfreiheit abzusichern. Die Familien wurden in das Dorf Dankmarshausen umgesiedelt.

Der kaum nachvollziehbare Grenzverlauf in diesem Gebiet hat in der Jahrhunderte alten Geschichte immer wieder zu Verwirrungen und Streitigkeiten geführt, die oft nur auf höchster Regierungsebene bereinigt werden konnten. Beispiele gibt es viele, doch keine Generation hat unter einer Grenzziehung so gelitten wie die gegenwärtige.

So gehörten die jetzt hessischen Gemeinden Kleinensee, Bosserode und Raßdorf bis 1733 zu Thüringen, ihre Zugehörigkeit zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen wurde erst nach der Wiedervereinigung offiziell beendet.
In einem weiteren Fall wird in alten Schriften von 1736 über einen toten Müller und dessen Ehefrau aus der Steinhäuser Mühle berichtet. Man stritt, ob die Toten in Dankmarshausen (Thüringen) oder Bosserode (Hessen) zu beerdigen seien. Heimlich wurden dann die Toten in den frühen Morgenstunden nach Dankmarshausen gebracht und dort in aller Stille beerdigt.

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Dankmarshausener Rhäden

Einkehr- und Über- nachtungsmöglichkeiten
in Dankmarshausen, Kleinensee, Großensee (nur Einkehr), Hönebach und Obersuhl




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Ober- und Untersuhl


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Hornungskuppe

Karte Dankmarshausen

Legende

  1. ehemalige Grenzanlagen
  2. Steinhäuser Mühle
    Fam. Hassebrauk
  3. Sandmühle
    Fam. Führer
  4. Kirche Dankmarshausen, Heimatstube

Naturschutzgebiet (NSG)
Dankmarshäuser Rhäden

Impressum

Kartengrundlage: TK25 N, Veröffentlichung gemäß Vereinbarung vom 10.05.2000 zwischen TLVermA und TMLNU